BIBB: Integration braucht qualifizierte Unterstützung

© Frank Gärtner – fotolia.com
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Die duale Berufsausbildung ist wichtig für die gesellschaftliche Integration junger Geflüchteter. Dafür ist aber passende Unterstützung notwendig – und zwar vor und während der Ausbildung.

Zu dieser Einschätzung gelangt die Mehrheit der rund 660 Berufsbildungsfachleute, die sich am aktuellen Expertenmonitor des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur dualen Ausbildung junger Geflüchteter beteiligt haben. Konkret sprechen sich die Experten vor allem für Maßnahmen zur Sprachförderung und zur Berufsorientierung aus. Bei der Gestaltung der Ausbildung halten die Befragten Unterstützungsformen für sinnvoll, bei denen eine zeitliche Flexibilisierung vorgenommen werden kann. Dazu zählt eine bedarfsgerechte Verlängerung der Ausbildung ebenso wie die Möglichkeit, den betrieblichen Teil als Teilzeitberufsausbildung anzulegen, um parallel an Sprachkursen teilnehmen zu können. Nach Auffassung der Experten sollten aber auch den Betrieben externe Ansprechpartner für schwierige Ausbildungssituationen zur Seite gestellt werden.

Mit dieser Unterstützung leiste die duale Berufsausbildung nicht nur einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration junger Geflüchteter. Zwei von drei befragten Fachleuten sind zudem der Auffassung, dass die für die jungen Geflüchteten entwickelten Ausbildungskonzepte allen benachteiligten jungen Menschen zugutekommen werden. Dies könne insgesamt dazu führen, dass dem Konzept der dualen Berufsausbildung wieder mehr an Wertschätzung entgegengebracht werde.

Beim BIBB-Expertenmonitor handelt es sich um eine regelmäßige, onlinegestützte Befragung von Berufsbildungsfachleuten zu aktuellen bildungspolitischen Themen. Die aktuelle Befragung „Duale Berufsausbildung junger Geflüchteter“ fand im Zeitraum Mitte Februar bis Mitte März 2017 statt.

BIBB-Expertenmonitor: Duale Berufsausbildung junger Geflüchteter


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