Entwicklung von mobilen medizinischen Versorgungseinheiten

Entwicklung von mobilen medizinischen Versorgungseinheiten  (© I Viewfinder stock.adobe.com)
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Wie das Fraunhofer IFF berichtet, arbeiten sechs Institute der Fraunhofer-Gesellschaft daran, bis zum Jahresende einen ersten Prototyp präsentieren zu können.

In Krisensituationen wie der Corona-Pandemie seien dezentrale, medizinische Versorgungssysteme eine wichtige Ergänzung der vorhandenen Infrastruktur. Unter der Schirmherrschaft des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) entwickeln deshalb sechs Institute der Gesellschaft ein Baukastensystem für medizinisch eingerichtete Container. Die modular aufgebauten Systeme sollen Behandlungsräume und technische Anlagen, zum Beispiel für die Wasseraufbereitung, enthalten.


Individuell anpassungsfähig

Eine Besonderheit des neu entwickelten Systems sei, dass die einzelnen Komponenten an verschiedene Anforderungen angepasst werden. Die Versorgungseinheiten sollen sich dadurch individuell auf das Einsatzland, den Einsatzgrund und die Einsatzkräfte abgestimmt zusammenstellen lassen. Um dies zu gewährleisten, arbeiten die Institute in Konsorten an Teilprojekten. Das Teilvorhaben „MATSE“ beschäftigt sich beispielwiese mit sterilen Oberflächen und der Herstellung von Desinfektionsmitteln.


Weitere Einsatzmöglichkeiten

Die Versorgungseinheiten sollen nicht nur in Krisen- und Katastrophenfällen zum Einsatz kommen. Sie könnten als Back-up-Systeme dienen und besonders kleine Krankenhäuser versorgen. Zudem wäre ein Einsatz in der Aus- und Weiterbildung möglich. Personal könnte geschult werden, ohne den Krankenhausalltag zu stören.

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Pressemitteilung des Fraunhofer Instituts

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