Bundestag beschließt PTA-Reformgesetz

Bundestag beschließt PTA-Reformgesetz (© belahoche – Adobe Stock)
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Der Bundestag hat ein Reformgesetz beschlossen, das pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) verstärkt auf die Beratung von Patienten vorbereiten soll.

Pharmazeutisch-technische Assistenten unterstützen Apotheker bei der Prüfung, der Produktion und dem Verkauf von Arzneimitteln. Ein nun vom Bundestag beschlossenes Reformgesetz soll sie zudem verstärkt auf die Beratung von Patienten sowie die Abgabe von Arzneimitteln und Medizinprodukten vorbereiten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu dieser Reform: „Es ist Teil unserer Strategie, die Ausbildungen der Gesundheitsberufe an heutige Anforderungen in der Berufspraxis anzupassen. Moderne Ausbildungen sichern den Nachwuchs an Fachkräften, den wir so dringend brauchen.“

Mit dem neuen Gesetz, das das bisherige „Gesetz über den Beruf des pharmazeutisch-technischen Assistenten“ ersetzt, werden das Berufsbild sowie Zugang zur Ausbildung und deren Struktur angepasst. Demnach liege der Schwerpunkt auf einer Stärkung der Beratungskompetenz, ohne dabei die Vermittlung der pharmazeutisch-technologischen Kompetenz zu vernachlässigen. Die Ausbildung dauert weiterhin zweieinhalb Jahre. Sie beinhaltet einen schulischen Teil sowie eine halbjährige praktische Ausbildung und wird vergütet. Erfahrenen PTA dürfen laut Apothekenbetriebsordnung zudem unter bestimmten Umständen erweiterte Kompetenzen im Apothekenbetrieb übertragen werden.

PTA-Ausbildungen, die vor Inkrafttreten des Reformgesetzes begonnen haben, werden nach bisherigen Vorschriften weitergeführt und abgeschlossen. Sollte der Bundesrat dem Gesetz zustimmen, tritt es zum 1. Januar 2023 in Kraft.

Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums zum PTA-Reformgesetz

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