Ausbildungsumfrage: Immer mehr Stellen unbesetzt

Junge Frau mit Bewerbungsmappe, © Jörg Rofeld - Fotolia
© Jörg Rofeld - Fotolia

Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass Unternehmen zunehmend Probleme haben, für ihre Ausbildungsplätze geeignete Kandidaten zu finden.

Demnach bleiben laut Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) derzeit 31 Prozent der ausgeschriebenen Lehrstellen unbesetzt. Das sind doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. 68 Prozent der betroffenen Firmen haben keine passenden Bewerbungen bekommen – bei weiteren zehn Prozent sind überhaupt gar keine eingegangen. Zu den wichtigsten Einstellungskriterien gehören dabei IT-Kenntnisse, auf die zwei Drittel der Ausbildungsbetriebe Wert legen. Dicht dahinter folgen die Kommunikationsfähigkeit der angehenden Azubis sowie deren Fähigkeit, selbstständig zu handeln.

Hintergrund des Problems sind der fortschreitende demografische Wandel und die veränderten Berufswünsche der Schulabgänger. So entscheiden sich junge Menschen immer häufiger für ein Studium statt für eine Berufsausbildung. In der Folge sind 80 Prozent der Unternehmen bereit, auch lernschwächere Jugendliche zu beschäftigen. 42 Prozent werben zudem aktiv um Studienabbrecher. Weitere 15 Prozent bieten Praktika und Einstiegsqualifizierungen an. Geflüchtete erhalten bei sieben Prozent der Firmen eine Chance.

Für die Online-Erhebung hat die DIHK im Zeitraum vom 10. April bis zum 7. Mai 2017 bundesweit 10.561 Unternehmen befragt.

Ausbildung 2017 – Ergebnisse einer DIHK-Online-Unternehmensbefragung (PDF; 1.8 MB)

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