Zahl der anerkannten Berufskrankheiten nimmt ab

BAuA-Brochüre, © Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
© Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Ein aktueller Bericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt, dass die Zahl der Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle rückläufig ist.

Demnach sind 2017 insgesamt 21.772 beruflich bedingte Erkrankungen anerkannt worden – 2,5 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Verdachtsfälle haben sich zudem um 0,5 Prozent reduziert. Verrentungen aufgrund einer verminderten Erwerbsfähigkeit sind ebenfalls um 4,8 Prozent auf 165.638 gesunken. Darüber hinaus haben sich im Untersuchungszeitraum 954.627 meldepflichtige Unfälle am Arbeitsplatz ereignet. Das entspricht einem Minus von 0,5 Prozent gegenüber 2016 und bedeutet, dass 22,5 Vorfälle auf 1000 Vollarbeiter kommen. Das ist der niedrigste Wert, den die BAuA je für die Bundesrepublik Deutschland festgestellt hat. Ein nicht ganz so positives Bild zeichnet sich hingegen bei den Wegeunfällen ab, die mit 193.150 Unglücken um 2,5 Prozent gestiegen sind.

Des Weiteren haben die Arbeitsschutzforscher für den Bericht auch die Krankheitsausfälle analysiert. So hat 2017 jeder Arbeitnehmer im Durchschnitt 16,7 Tage wegen einer Arbeitsunfähigkeit gefehlt, was sich auf insgesamt rund 669 Millionen Erwerbstage summiert. Die daraus resultierenden Kosten für die Unternehmen infolge von Lohnzahlungen und Produktionsausfällen liegen bei 76 Milliarden Euro. Für die Bruttowertschöpfung bedeutet das ein Minus von ca. 136 Milliarden Euro. 22,5 Prozent der Ausfälle gehen dabei auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurück. Bei 16 Prozent sind psychische Gründe die Ursache und Krankheiten des Atmungssystems liegen mit 13,9 Prozent auf dem dritten Platz.

BAuA: Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Berichtsjahr 2017 (PDF, 5,8 MB)

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