PPR 2.0: Neues Personalentwicklungsinstrument vorgestellt

PPR 2.0: Neues Personalentwicklungsinstrument vorgestellt (© Monkey Business – Adobe Stock)
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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Deutsche Pflegerat (DPR) und ver.di haben ein neues System zur Messung des Pflegebedarfs präsentiert.

Mit der Pflegepersonal-Regelung (PPR) 2.0 soll künftig der Bedarf an Pflegefachkräften in Krankenhäusern gemessen werden. Entwickelt wurde das Instrument im Rahmen der „Konzertierten Aktion Pflege“ der Bundesregierung von DKG, DPR und ver.di. Es handelt sich um eine überarbeitete Version der ursprünglichen PPR, die nach heutigen Anforderungen und aktuellem Wissensstand, etwa in Bezug auf Expertenstandards, Leitlinien und Pflegekonzepte, modernisiert wurde und als Interimslösung dienen soll.

Der Pflegebedarf soll mit der PPR 2.0 auf Basis von Minutenwerten gemessen werden. Bei diesen Werten wird zwischen Grund- und Fallwerten unterschieden. Mit dem Grundwert sind Leistungen ohne direkten Patientenbezug gemeint. Dazu zählen etwa Leitungsaufgaben oder Teambesprechungen. Fallwerte berücksichtigen Tätigkeiten wie Patientenaufnahmen, -verlegungen oder -entlassungen. Gemeinsam mit der Einstufung der einzelnen Patienten in der allgemeinen und speziellen Patientenpflege ergeben diese Werte einen Zeitwert, der Auskunft über den Gesamtpflegebedarf für das Krankenhaus gibt. Ein Praxistest des Systems mit 44 Krankenhäusern habe gezeigt, dass die PPR 2.0 gut anwendbar ist und die Kriterien und Zeitwerte plausibel erscheinen.

Pressemitteilung ver.di zur PPR 2.0
Kurzdarstellung der PPR 2.0 (PDF, 320 KB)

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