Fachkräftemangel im IT-Sektor verschärft sich

IT-Fachkräfte im Serverraum, © Gorodenkoff - Fotolia
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Die Digitalisierung in Deutschland gerät zunehmend ins Stocken, da Unternehmen händeringend nach Informatikern suchen.

Die digitale Revolution zieht sich inzwischen durch alle Branchen, in der Folge benötigen Firmen dringender denn je gut ausgebildete IT-Experten. Derzeit sind laut einem Bericht des Handelsblatts branchenunabhängig rund 82.000 IT-Stellen unbesetzt. In der Praxis bedeutet das, dass vier von fünf Arbeitgebern ihren Personalbedarf nicht ausreichend decken können – fast 50 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Grund dafür ist, dass insbesondere viele Nachwuchsinformatiker aufgrund attraktiverer Jobangebote ins Ausland abwandern. Von den rund 40.000 Abiturienten, die jedes Jahr ein Informatikstudium beginnen, verlassen zudem rund die Hälfte die Universität vorzeitig oder wechseln das Fach.

Hinzu kommt, dass viele Unternehmen hoch qualifizierte Experten benötigen, die beispielsweise auf Softwareentwicklung, Virtual Reality oder KI-Design spezialisiert sind. Aufgrund der hohen Anforderungen und der zunehmenden Knappheit an geeigneten Kandidaten, machen jedoch immer mehr Arbeitgeber die Erfahrung, dass hohe Gehälter als Anreiz alleine nicht reichen. Bereits jetzt bewegen sich diese für die heißbegehrten Fachkräfte selbst ohne Führungsverantwortung oft im sechsstelligen Bereich. Viele Bewerber wünschen sich darüber hinaus ein spannendes Aufgabenfeld, die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und eine gutes Firmenimage. Dabei punkten insbesondere große Konzerne, die international aufgestellt sind.

Die größten Schwierigkeiten haben kleine und mittelgroße Betriebe, die oft noch zu stark regional ausgerichtet sind. Das gilt auch für die Mitarbeitersuche: Rund ein Drittel aller Personaler hierzulande beschränken ihre Bemühungen auf Deutschland, gerade einmal 24 Prozent wagen auch einen Blick über den Tellerrand der EU. Auch gelingt es vielen Chefetagen nicht, ausreichend auf die unterschiedlichen Bedürfnisse passender Kandidaten einzugehen und diese so von sich zu überzeugen. In der Folge liegen viele der geplanten Digitalisierungsprojekte vorerst auf Eis.

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