Chancen für Geflüchtete in KMU

Chancen für Geflüchtete in KMU (©FS-Stock – Adobe Stock)
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Geflüchtete finden häufiger eine Anstellung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), dort oft in Helferpositionen.

In den letzten Jahren wurden 2015 und 2016 die meisten Asylanträge gestellt. Die Entscheidungen in diesen Fällen erfolgten mehrheitlich erst 2016 oder 2017. Die zeitliche Dauer des Asylverfahrens, das oft Sprachkurse und Qualifizierungsmaßnahmen erschwert, ist bei vielen Geflüchteten ein Grund für den langen Weg in die Beschäftigung. Dennoch steigt die Zahl der Beschäftigten, wie aktuelle Zahlen des IAB-Forums zeigen. 2017 waren 20 Prozent der seit 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge erwerbstätig, 2019 waren es schon 34,7 Prozent. Nur 12 Prozent der Geflüchteten arbeiteten 2017 in einem großen Betrieb, obwohl diese deutlich mehr Menschen beschäftigen als kleine und mittlere Unternehmen. Großbetriebe suchen jedoch häufiger Mitarbeiter mit Fachkenntnissen oder einer Spezialisierung.

Um ihre Familien in der Heimat zu unterstützen, wollen viele Geflüchtete schnell Geld verdienen. Das schadet nicht selten der langfristigen Berufsperspektive, da Qualifizierungsmaßnahmen sich kurzfristig nicht rentieren, aber wichtig für dauerhafte Beschäftigungsmöglichkeiten sind. Tätigkeiten im Helferbereich seien zwar im ersten Moment attraktiv, aber auf Dauer schlecht bezahlt und unsicher. Zudem wird die Nachfrage nach Fachkräften weiter steigen. Unabhängig von der Größe eines Betriebes ist es deshalb wichtig, dass Geflüchtete in der Beschäftigung Sprachkenntnisse und Qualifikationen erlagen und auf vorhandene Fähigkeiten aufbauen.

IAB-Stellenerhebung: Der Löwenanteil der Geflüchteten wird in kleinen und mittleren Betrieben eingestellt

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