Erhebliche Sicherheitsmängel auf Baustellen festgestellt

Sicherheitsmängel auf Baustellen
© Gamut - Fotolia

Laut Landesarbeitsschutz verstoßen 70 Prozent der Baustellen in Nordrhein-Westfalen gegen Arbeitsschutzverordnungen.

Im Rahmen der sechswöchigen Überwachungsaktion „Bauen und Sanieren – aber sicher!“ haben Prüfer des Landes NRW 400 Baustellen kontrolliert und dabei zum Teil gravierende Sicherheitsrisiken aufgedeckt. Im Fokus der Kontrollen haben Baustellen mit hoher Absturzgefährdung, wie zum Beispiel Hochbau- und Dachbauarbeiten oder Fassadensanierungen gestanden. Allein für den Zeitraum 2009 bis 2016 verzeichnet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) insgesamt 423 tödliche Absturzunfälle.

Zwei Drittel aller Gerüste besitzen demnach weder einen ordnungsgemäßen Seitenschutz aus Geländer- und Zwischenholm noch einen Stirnseitenschutz. Darüber hinaus ist die Hälfte aller Konstruktionen zu weit von der Wand entfernt, an der die Beschäftigten die Bauarbeiten durchführen. Weitere 33 Prozent sind zudem nicht ordnungsgemäß in der Fassade verankert und bei 17 Prozent fehlen notwendige Auffangeinrichtungen, wie zum Beispiel Netze.

Und auch bei den Baustellen innerhalb von Gebäuden zeigen sich erhebliche Sicherheitsmängel: 80 Prozent sind unzureichend gegen Abstürze gesichert. Ein besonders hohes Unfallrisiko geht hier von ungesicherten Treppen sowie von Wand- und nicht abgedeckten Bodenöffnungen aus.

Mängel dieser Art ziehen für Betreiber von Baustellen empfindliche Konsequenzen nach sich: angefangen vom sofortigen Stopp der Bauarbeiten über die Sperrung der jeweiligen Baustelle bis hin zu Bußgeldern.

Informationen und Angebote der DEKRA Akademie

Sie haben weitere Fragen?

Tel.: +49.711.7861-3939
Fax: +49.711.7861-2655

E-Mail: