Intensivpflege: Verbesserungsvorschläge für die Personalsituation

Intensivpflege: Verbesserungsvorschläge für die Personalsituation (© Yakobchuk Olena – Adobe Stock)
(© Yakobchuk Olena – Adobe Stock)

Mit praktischen Vorschlägen will die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) mehr Personal für die Intensivpflege gewinnen.

Der deutsche Pflegesektor hat einen großen Bedarf an Fachkräften, insbesondere im Bereich der Intensivpflege, wie die DIVI mitteilt. Im letzten Jahr hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn daher die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) unterzeichnet, die diesen Fachkräftemangel abschwächen soll. In ihr festgehalten ist unter anderem ein Personalschlüssel für die Intensivmedizin: eine Pflegekraft soll auf zweieinhalb Patienten kommen, in der Nachtschicht auf dreieinhalb.

Um mehr Menschen für die Pflege zu gewinnen, sei es aber nötig, den Beruf attraktiver zu machen. Der Personalschlüssel des PpUGV sei, aus Sicht der DIVI, dafür nicht ausreichend. Geeigneter wäre eine Quote von einer Pflegekraft für zwei Patienten zu jeder Arbeitszeit. Dadurch könnten Pfleger entlastet und die Attraktivität gefördert werden. Auch eine bessere Personalausstattung, beispielsweise Dokumentationsassistenten und Transportdienstleister, könne die Arbeitsbedingungen verbessern.

Als weitere Vorschläge empfiehlt die DIVI zudem die Etablierung einer strukturierten Weiterentwicklung für Pflegekräfte sowie ein praxistaugliches Instrument zur Leistungserfassung. Mit letzterem könne der Personalbedarf verbindlich abgeleitet werden. Auch kurzfristige Maßnahmen, wie etwa eine bessere Bezahlung, seien zielführend.

Pressemeldung des DIVI

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