DEKRA Umfrage: Firmen nehmen Arbeitsschutz nicht ernst

Bauarbeiter mit Rückenschmerzen, © juefraphoto - Fotolia
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Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass 41 Prozent der Beschäftigten in Unternehmen tätig sind, in denen Sicherheitsregeln und -vorschriften nicht immer eingehalten werden.

So hat das Meinungsforschungsinstitut forsa insgesamt 1.000 Beschäftigte zwischen 18 und 65 Jahren im Auftrag von DEKRA interviewt. 67 Prozent der Befragten haben angegeben, dass Sicherheitsunterweisungen regelmäßig stattfinden. Bei 17 Prozent schult der Betrieb nur Mitarbeiter, die neu im Unternehmen sind, und bei 15 Prozent verzichtet der Arbeitgeber – entgegen der gesetzlichen Vorgaben – ganz darauf.

Zusätzliche Angebote zum Gesundheitsschutz können 60 Prozent der Umfrageteilnehmer nutzen. Eine gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung gibt es in 33 Prozent der Fälle und eine Kooperation mit einem Fitnessstudio in 28 Prozent. Von Entspannungskursen, Maßnahmen zum Stressmanagement und Massagen profitieren 26 Prozent – von Rückenkursen oder Walking 24 Prozent. 39 Prozent der Befragten geben hingegen an, dass ihr Arbeitgeber nichts dergleichen aktiv unterstützt.

Die Analyse zeigt zudem, dass bei Angestellten und Beamten die psychische Belastung eine zentrale Rolle spielt: 52 Prozent empfinden diese als „eher hoch“ und 27 Prozent als „sehr hoch“. Bei der körperlichen Belastung sind es hingegen nur 31 und 10 Prozent. Anders ist die Situation bei Arbeitern: Hier stufen 79 Prozent die körperliche Anstrengung als „eher hoch“ oder „sehr hoch“ ein.

Die repräsentative Umfrage hat die Expertenorganisation im Vorfeld der A+A in Auftrag gegeben. Hierbei handelt es sich um eine der wichtigsten internationalen Fachmessen für Arbeitsschutz und -sicherheit, die vom 17. bis zum 10. Oktober 2017 in Düsseldorf ihre Tore öffnet. Vor Ort mit dabei sind die DEKRA Akademie, DEKRA Media, DEKRA Automobil und DEKRA Organisational Reliability Ltd. Interessierte finden den Stand (C50) in Halle 10 .

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