Großer Fachkräftebedarf im MINT-Bereich

Großer Fachkräftebedarf im MINT-Bereich
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Dem aktuellen MINT-Report zufolge haben im April 2017 in deutschen Unternehmen rund 237.500 Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker gefehlt.

Damit ist die Bedarfslücke im Vergleich zum Vorjahresmonat um 38,6 Prozent gestiegen. Das gilt vor allem für ITler. Sie machen fast 40 Prozent der gesuchten MINT-Kräfte mit akademischen Hintergrund aus. Die entsprechenden Berufe bieten derzeit exzellente Karriereperspektiven, ein hohes Einkommen und eine gute Jobsicherheit. So sind Arbeitsplatzbefristungen mit einer Quote von 28,3 Prozent derzeit nur im öffentlichen Dienst von Bedeutung, in der Metall- und Elektroindustrie sind es hingegen gerade einmal 3,9 Prozent.

Laut der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ wäre die vorhandene Lücke sogar noch um fast die Hälfte größer, könnten Firmen ihren derzeitigen Fachkräftebedarf nicht zumindest in Teilen durch Zugewanderte decken. Auch sei es notwendig, zukünftig noch stärker auf Arbeitskräfte ohne akademischen Abschluss sowie auf Menschen mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund zu setzen, wenn sich der Personalmangel nicht noch weiter erhöhen soll. So ist der Anteil der Studierenden in MINT-Fächern zwischen 2005 und 2015 von 31,3 auf 35,1 Prozent gestiegen, die Zahl der Auszubildenden jedoch im gleichen Zeitraum von 22,3 Prozent auf 18,8 Prozent gesunken.

Der MINT-Report erscheint zweimal im Jahr. Auftraggeber der Studie sind die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesverband der Deutschen Industrie, der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und die Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

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