Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: Arbeitgeber bemängeln Sprachkenntnisse

Lehrerin und Teilnehmenden eines Deutschkurses, © Frank Gaertner - Fotolia
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Viele Menschen mit Fluchthintergrund, die sich derzeit in einer Berufsausbildung befinden, verfügen nur über unzureichende Deutschkenntnisse.

Aus diesem Grund setzen sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZdH) dafür ein, dass die Bundesregierung das Sprachkursangebot für Geflüchtete noch intensiver als bisher fördert. So seien insbesondere Kurse mit direktem Bezug zum jeweiligen Berufsbild notwendig, um die Integration der Betroffenen in den Arbeitsmarkt dauerhaft zu gewährleisten. Auch wünschen sich viele Arbeitgeber, dass es keine festen Mindestteilnehmerzahlen für die angebotenen Deutschkurse gibt und dass sich diese besser in die betrieblichen Ausbildungseinheiten einbinden lassen. Ein Weg hierfür wäre, die Berufsschulen und überbetrieblichen Bildungszentren stärker mit einzubeziehen.

Darüber hinaus kritisiert der DIHK, dass Personen mit geringer Bleibeperspektive nur im Fall einer Duldung an Berufssprachkursen teilnehmen dürfen. Durch diese Regelung seien vor allem Ausbildungs- und Arbeitssuchende aus Afghanistan massiv benachteiligt, was Unternehmer auch davon abhalten könnte, diese einzustellen. Zudem stelle dies viele Firmen vor Probleme, da über ein Drittel der derzeitigen Auszubildenden mit Fluchthintergrund aus diesem Land stammen.

DIHK: NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge

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