BARMER-Pflegereport 2020 erschienen

BARMER-Pflegereport 2020 erschienen (© Rido – stock.adobe.com)
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Laut dem kürzlich erschienenen BARMER-Pflegereport 2020 könnten durch bessere Arbeitsbedingungen bis zu 26.000 zusätzliche Pflegekräfte gewonnen werden.

Am 1. Dezember hat die deutsche Ersatzkrankenkasse BARMER ihren diesjährigen Pflegereport vorgestellt. Dieser bestätigt, dass sich die aktuelle Corona-Pandemie auch maßgeblich auf den Pflegesektor ausgewirkt hat. So machten Pflegekräfte nicht nur 4 Prozent aller Corona-Infektionen in Deutschland aus. Die Pandemie hätte auch zur einer Arbeitsverdichtung und höheren Arbeitsbelastung bei Beschäftigten in der stationären Pflege geführt. Damit verbunden seien auch zusätzliche psychische Belastungen.


Mehr Pflegekräfte durch bessere Arbeitsbedingungen

Abseits der Corona-Pandemie seien Pflegekräfte ebenfalls häufig stark belastet. Beispielsweise würden Beschäftigte in der Pflege im Schnitt 18,6 krankheitsbedingte Fehltage pro Jahr verbuchen. Das entspreche 40 Prozent mehr Fehltagen, als bei Mitarbeitenden in anderen Feldern. Aus diesem Grund müsse man die Arbeitsbedingungen in der Pflege substanziell verbessern, schlussfolgert der Report. Dadurch könne man bis zu 26.000 zusätzliche Pflegekräfte gewinnen. Diese Zahl entspreche etwa den Pflegefach- und -hilfskräften, die durch Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentungen im Jahr 2017 verloren gegangen seien.


Nicht nur höhere Vergütung ist nötig

Wichtig sei dabei allerdings, dass sich die Verbesserungen nicht nur auf eine angemessenere Bezahlung beschränken. Auch möglichst planbare und familienfreundliche Arbeitszeiten seien relevant. Zugleich sei eine Aus- und Weiterbildungsoffensive erforderlich, um den Pflegenotstand in Deutschland zu mildern. Insbesondere Ausbildungsplätze für Pflegehilfskräfte seien nötig.


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Pressemitteilung von BARMER


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