Handwerk: wieder Meisterpflicht für 12 Berufe

Handwerk: wieder Meisterpflicht für 12 Berufe (© Kim Marston - Adobe Stock)
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Am 9. Oktober 2019 hat die Bundesregierung durch einen neuen Gesetzentwurf die Meisterpflicht in 12 bis zuletzt zulassungsfreien Berufen wieder festgeschrieben.

2004 wurde die Meisterpflicht in 53 Handwerksberufen abgeschafft. Dies bedeutete, dass weder Meisterbrief noch sonstige formale Qualifikation nötig waren, um einen Betrieb in der entsprechenden Branche zu gründen. So sollten Wettbewerb begünstigt und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit dem Beschluss vom 9. Oktober wird die Meisterpflicht in 12 Berufen nun wieder eingeführt, um die Qualität im Handwerk zu stärken und das Gewerbe auch für die Zukunft zu sichern.

Zudem spiegele der neue Gesetzentwurf wider, dass sich Berufsbild und praktische Berufsausübung in einigen Handwerken geändert haben, so Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Durch die Meisterpflicht könne dazu die Ausbildungsleistung verbessert werden. Der deutsche Meistertitel stünde dabei für „Qualitätsarbeit, Verbraucherschutz, Leistungsfähigkeit und Innovationskraft“. Die Meisterpflicht mache das Handwerk außerdem für junge Menschen attraktiver. „Meisterinnen und Meister sorgen für Wissenstransfer, schaffen die Basis für nachhaltiges Unternehmertum und sind Vorbild für Auszubildende“, bestätigt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer.

In diesen zwölf Branchen gilt die Meisterpflicht nun wieder:

  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
  • Betonstein- und Terrazzohersteller
  • Estrichleger
  • Behälter- und Apparatebauer
  • Parkettleger
  • Rollladen- und Sonnenschutztechniker
  • Drechsler und Holzspielzeugmacher
  • Böttcher
  • Raumausstatter
  • Glasveredler
  • Orgel- und Harmoniumbauer
  • Schilder- und Lichtreklamehersteller
Für bereits existierende Unternehmen greift dabei jedoch ein Bestandsschutz.

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

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