Fachbetriebspflicht: ab August bundesweit

Heizölverbrauchsanlage, © animaflora - Fotolia
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Am 1. August 2017 tritt die neue Bundesverordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) in Kraft.

Damit gilt auch erstmals die sogenannte Fachbetriebspflicht für Errichtung, Instandsetzung, Innenreinigung und Stilllegung von oberirdischen Heizölverbrauchsanlagen mit mehr als 1000 Liter Volumen. Für eine Anerkennung als Fachbetrieb nach
§ 62 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) muss das entsprechende Unternehmen über die notwendigen Geräte und Ausrüstungsteile sowie sachkundiges Personal verfügen.

Die AwSV löst die entsprechenden Länderverordnungen ab. Neben der Fachbetriebspflicht ändern sich je nach Bundesland auch die Betreiberpflichten in unterschiedlichem Maße. Betreiber von Anlagen, die mit wassergefährdenden Stoffen umgehen, müssen künftig vor der Errichtung mehr Planungsaufwand betreiben und häufiger Fachplaner hinzuziehen. Hinsichtlich der Anlagendokumentation, Betriebsanweisungen und Notfallplänen und der Unterweisung des Personals gibt es ebenfalls Verschärfungen. Anlagen mit erhöhtem Risikopotenzial müssen zudem von externen Sachverständigen regelmäßig geprüft werden.

Als Dienstleister rund um das Thema wassergefährdende Stoffe bietet DEKRA ein breites Portfolio an. Dazu gehören Basis-, Aufbau- und Komplettschulungen zur Erlangung der Sachkunde nach § 62 WHG, die von der DEKRA Akademie an mehreren Standorten bundesweit angeboten werden. Darüber hinaus stehen Experten von DEKRA Umwelt als Sachverständige für die Anlagenprüfung sowie zur Gefahrenabwehr und Gutachtenerstellung bei Unfällen zur Verfügung.

Neben zahlreichen Verschärfungen gibt es mit der neuen AwSV übrigens auch Erleichterungen. So sind Anlagen mit einem Volumen von weniger als 220 Liter flüssiger Stoffe oder 200 Kilogramm gasförmiger Stoffe außerhalb von Schutzgebieten von den Anforderungen der neuen Verordnung ausgenommen.

Informationen und Angebote der DEKRA Akademie

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