Bitkom-Umfrage: Datenschutz bremst Digitalisierung aus

Mann mit kokografischen Icons, © Sergey Nivens - Fotolia
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Der technologische Fortschritt macht auch vor der deutschen Wirtschaft nicht halt, trotzdem zögern noch viele Unternehmen aus Angst vor einer Datenpanne.

Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zeigt, dass 65 Prozent der Firmen mit neuen Mitbewerbern aus dem IT-Sektor zu kämpfen haben. Das sind acht Prozent mehr als noch 2018. Weitere 60 Prozent geben an, dass sie auch Konkurrenz aus anderen Branchen erhalten, mit denen es früher kaum Berührungspunkte gegeben hat. 37 Prozent sind zudem davon überzeugt, dass diejenigen Firmen am erfolgreichsten sind, die frühzeitig auf neue Technologien gesetzt haben.

Daher versuchen 63 Prozent, ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio an die veränderten Gegebenheiten anzupassen. Auch hier zeigt sich ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks entwickeln 53 Prozent der Unternehmen vollkommen neue Angebote und 45 Prozent nehmen veraltete Artikel und Serviceleistungen vom Markt. Trotz dieser Zahlen begreifen 91 Prozent der Umfrageteilnehmer die Digitalisierung als Chance und nicht als Risiko. Es zeigt sich aber auch, dass 37 Prozent nach wie vor Probleme haben, die gesteckten Ziele umzusetzen.

Als große Innovationsthemen sehen die meisten Firmen Big Data (83 Prozent), Internet of Things (79 Prozent) und 3D-Druck (68 Prozent) sowie Virtual und Augmented Reality (64 Prozent). Dahinter folgen mit 60, 59 und 57 Prozent künstliche Intelligenz, Blockchain und autonome Fahrzeuge. Trotzdem schrecken viele Führungsetagen noch vor dem Einsatz dieser Technologien zurück.

Als Grund dafür geben 74 Prozent der Umfrageteilnehmer die Sorge um den Datenschutz an. Noch vor zwei Jahren sind es hingegen gerade einmal 45 Prozent gewesen, die darin ein Problem gesehen haben. Eine große Rolle spielt dabei vor allem die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die seit dem 25. Mai 2018 anzuwenden ist. Als weitere Problemfelder gelten die technische Sicherheit (57 Prozent), Personalmangel (48 Prozent), langwierige Entscheidungsprozesse (21 Prozent) und zu geringe Finanzmittel (20 Prozent).

Als Datenbasis für die Analyse dient eine Umfrage von 606 Unternehmen mit mindestens zwanzig Beschäftigten, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom durchgeführt hat.

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