Corona verändert Suchprozesse am Arbeitsmarkt

Corona verändert Suchprozesse am Arbeitsmarkt (© Proxima Studio – stock.adobe.com)
© Proxima Studio – stock.adobe.com

Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat ergeben, dass die Corona-Pandemie die Suchprozesse am Arbeitsmarkt beeinflusst hat.

Die COVID-19-Pandemie hat den Arbeitsmarkt schwer getroffen. In vielen Branchen mussten Beschäftigte auf Kurzarbeit umsteigen oder verloren sogar ihren Arbeitsplatz. Daher waren plötzlich viele Personen auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Das IAB hat nun untersucht, welche Auswirkungen dies auf das Suchverhalten am Arbeitsmarkt hatte.

Dazu wurden Daten des beruflichen Netzwerkes LinkedIn ausgewertet. Laut Untersuchung seien infolge der Pandemie pro Stellenanzeige deutlich mehr Bewerbungen eingegangen. Dies läge am gesunkenen Bestand an offenen Stellen auf LinkedIn bei gleichzeitigem Anstieg an Arbeitssuchenden. Ebenfalls gestiegen sei die Zahl der Personen, die außerhalb einer stark betroffenen Branche, wie etwa der Tourismusbranche, nach einer neuen Stelle suchten. Häufiger beworben hätten sich Personen in Branchen, in denen es während der Corona-Pandemie eine erhöhte Nachfrage gab. Dies waren vor allem der Gesundheitssektor, IT-Dienstleister sowie der Einzelhandel. Die positive Entwicklung im Einzelhandel sei dabei vor allem durch die gestiegene Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel zu erklären.

Zudem hätten Jobsuchende sich während der Pandemie deutlich häufiger auf Stellen unter ihrem eigentlichen Qualifikationsniveau beworben. Da dies für ihre beruflichen Entwicklungschancen nicht förderlich sei, müsse die Einstellungsdynamik schnell wieder in Gang gebracht werden.

Pressemitteilung IAB-Forum

Informationen und Angebote der DEKRA Akademie

Sie haben weitere Fragen?

Tel.: +49.711.7861-3939
Fax: +49.711.7861-2655
E-Mail: