Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund steigt

Junger Mann mit Migrationshintergrund, © Daniel Ernst - Fotolia
© Daniel Ernst - Fotolia

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) hat sich der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund 2016 gegenüber dem Vorjahr um 8,5 Prozent erhöht.

Demnach haben im letzten Jahr insgesamt 18,6 Millionen Menschen in Deutschland gelebt, die ursprünglich aus einer anderen Herkunftsregion stammen. Die meisten davon sind Europäer, aber auch aus anderen Teilen der Erde nimmt die Einwanderung zu. 2,3 Millionen haben ihre Wurzeln im Nahen und Mittleren Osten und 740.000 in Afrika. Das relevanteste nichteuropäische Herkunftsland ist aber weiterhin die Türkei.

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund lässt sich in zwei Untergruppen gliedern: Ausländer (48 Prozent) und Deutsche (52 Prozent). Letztere bestehen zu 53 Prozent aus Menschen, die zugewandert sind. 42 Prozent besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit bereits seit ihrer Geburt, was bedeutet, dass mindestens ein Elternteil ausländisch, eingebürgert oder (Spät-)Aussiedler ist. 33 Prozent sind selbst als Einwanderer nach Deutschland gekommen und 25 Prozent sind eingebürgert.

Die Analyse des Statistischen Bundesamtes zeigt zudem auch, dass zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund Unterschiede hinsichtlich der Bildung bestehen. In der Alterskategorie 25 bis 35 Jahre haben 9 Prozent der Personen mit ausländischen Wurzeln keinen Schulabschluss, bei der deutschen Vergleichsgruppe sind es 2 Prozent. Bei den Berufsabschlüssen ist es ähnlich – hier findet sich ein Verhältnis von 32 Prozent zu 9 Prozent. Keine nennenswerten Unterschiede gibt es hingegen bei der allgemeinen Hochschulreife (37 Prozent) und den akademischen Abschlüssen (27 Prozent).

Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus – Fachserie 1 Reihe 2.2 – 2016 (PDF, 4 MB)

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