Arbeit unter schweren Bedingungen

Pflegekraft und Hilfsmittel
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Einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zufolge sind viele Beschäftigte in körperlich fordernden Berufen tätig.

Für die Studie hat die Bundesanstalt 20.000 Erwerbstätige nach Arbeitsbedingungen befragt, die körperliche Anstrengungen erfordern. Dabei haben insgesamt 54 Prozent der Befragten angegeben, dass sie häufig im Stehen arbeiten. Rund 39 Prozent setzen oft ihre Hände ein, während 23 Prozent schwer heben und tragen. Etwa 17 Prozent verrichten Tätigkeiten in Zwangshaltung, also zum Beispiel in gebückter Stellung.

Allerdings sind nicht alle Beschäftigten der Meinung, dass ihre Tätigkeit sie tatsächlich auch körperlich belastet. So geben 73 beziehungsweise 80 Prozent an, dass ihnen die Arbeit im Stehen oder mit den Händen nichts ausmacht. Tragen Fachkräfte jedoch schwere Lasten oder befinden sich in Zwangshaltung, sehen das jeweils mehr als die Hälfte als Belastung.

Häufig von körperlich fordernden Arbeitsbedingungen betroffen sind laut Befragung Beschäftigte in Bauberufen. Aber sowohl Fachkräfte in der Speisenzubereitung als auch der Alten- und Krankenpflege arbeiten häufig körperlich, zum Beispiel wenn sie Pflegebedürftige anheben.

Um das Personal in diesen Fällen zu entlasten und Arbeitsunfälle zu vermeiden, kommen im Pflegesektor verstärkt Tragehilfen und Transportmittel zum Einsatz. Allerdings empfiehlt die Behörde zusätzlich, die Belegschaft mit gesundheitsschonenden Verhaltensweisen vertraut zu machen. Hierzu gehören unter anderem rückenschonende Hebe- und Tragetechniken, Ausgleichsbewegungen und regelmäßige Pausen.

BAuA-Faktenblatt 27

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