Staatliche Investitionen in Weiterbildungen rechnen sich

Seminarteilnehmer, © master1305 - Fotolia
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Experten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) haben simuliert, wie sich eine staatliche Fortbildungsoffensive wirtschaftlich auswirken könnte.

Hintergrund der Untersuchung ist, dass deutlich mehr Fördergelder in Maßnahmen für Auszubildende und Arbeitssuchende fließen als in die Weiterqualifikation von Beschäftigten. Doch was wäre, wenn sich das ändern würde? Genau hier setzen die Forscher des IAB an: Sie prüfen anhand einer sogenannten fiskalischen Bilanz, wie viel der Staat ausgeben müsste und was sich im Gegenzug einsparen und einnehmen ließe.

So gehen die Autoren in ihrer Simulationsstudie davon aus, dass für einen Qualifizierungszuwachs von 25 Prozent Investitionen von bis zu 83 Milliarden Euro notwendig sind. Damit könnte sich die Bundesregierung finanziell sowohl an den eigentlichen Weiterbildungen als auch an den Personalausfallkosten beteiligen. Transferausgaben, wie zum Beispiel Hartz IV oder Wohngeld, würden zudem sinken und die Einnahmen durch Steuern und Sozialversicherung steigen. Die so erzielte fiskalische Summe liegt bei 74 Milliarden Euro. Rechnet man die beiden Beträge gegeneinander auf, ergibt sich ein Minus von neun Milliarden Euro.

In ihrer Analyse berücksichtigen die Arbeitsmarktexperten des IAB zusätzlich auch den direkten Nutzen für Arbeitnehmer und Unternehmer aus einer solchen Offensive: Demnach sei mit einer niedrigeren Arbeitslosenquote sowie einer schnelleren Anpassung an den technologischen und strukturellen Fortschritt zu rechnen, sodass das Fazit der Wissenschaftler insgesamt positiv ausfällt.

IAB-Kurzbericht (08/2019): Gesamtfiskalische Wirkungen von Weiterbildungsförderung – Öffentliche Ausgaben generieren hohe Rückflüsse (PDF, 470 KB)

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