Berufliche Bildung braucht Stärkung

Ausbilder erklärt einem Auszubildenden etwas, © industrieblick - Fotolia
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Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) fordert Politik und Wirtschaft zu Maßnahmen auf, um die berufliche Bildung zu stärken.

Zu Beginn des neuen offiziellen Ausbildungsjahres macht Friedrich Hubert Esser, Präsident des BIBB, darauf aufmerksam, dass die Zahl der Auszubildenden und ausbildenden Betriebe besonders im kleinbetrieblichen Bereich weiter sinkt. Als Grund führt er den Wettbewerb mit Hochschulen und Großbetrieben an. Um diesem Negativtrend entgegenzuwirken, sieht Esser besonders Kammern, Kreishandwerkerschaften und Innungen in der Pflicht, Services und Dienstleistungen wie Berufsorientierung, Ausbildungsvertragsanbahnung und Ausbildungsbegleitung vermehrt umzusetzen. Diese Forderungen seien jedoch nur umsetzbar, wenn die Politik an der Verbesserung der Rahmenbedingungen arbeitet. Dazu gehöre Grundlegendes wie Ausbildungsqualität, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Vergütung und Aufstiegsmöglichkeiten.

„Wenn es hier nicht substanziell zu Fortschritten kommt, wird der Trend in die Hörsäle und weg von den Werkbänken anhalten“, so schätzt Esser die Entwicklung ein. Auch die Berufsschulen sollten an Attraktivität gewinnen, nicht nur in der Ausstattung, sondern auch für zukünftige Lehrerinnen und Lehrer. Klein- und Kleinstbetriebe zu stärken sowie Fachkräfte und Meister von morgen zu fördern, betrachtet er als elementare Voraussetzung für das zukünftige Wachstum der deutschen Wirtschaft.

BIBB - Pressemitteilung

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