Verkehrssektor: Neue Vorgaben für erneuerbare Energien

Verkehrssektor: Neue Vorgaben für erneuerbare Energien  (©zapp2photo - stock.adobe.com)
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Mit einem neuen Gesetzesentwurf will die Bundesregierung erreichen, dass der Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor bis 2030 auf 28 Prozent steigt.

Am 3. Februar 2021 hat die Bundesregierung den Entwurf für das „Gesetz zur Förderung klimafreundlicher Kraftstoffe“ vorgelegt. Damit setzen sie die EU-Richtlinie für erneuerbare Energie im Verkehr (RED II) in das deutsche Recht um. Die Richtlinie gibt vor, dass der Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor bis 2030 auf 14 Prozent steigen muss. Deutschland möchte diesen Wert mit Vorgaben aus der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) auf 28 Prozent erhöhen.


Förderung von Biokraftstoffen

Fortschrittliche Biokraftstoffe, beispielsweise aus Stroh oder Gülle, werden bisher nicht im Verkehrssektor eingesetzt. Durch eine doppelte Anrechnung innerhalb der THG-Quote und der damit verbundenen Förderung soll der Anteil bis 2030 auf 2,6 Prozent steigen. Biokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermitteln sollen dagegen nicht mehr als bisher zum Einsatz kommen, da für sie Wälder gerodet werden müssten.


Strombasierte Kraftstoffe und Elektroautos

Bis 2030 soll zudem die Mindestquote für flüssige Kraftstoffe aus Ökostrom auf 2 Prozent erhöht werden. Aufgrund der stark begrenzten Produktionskapazitäten käme grüner Wasserstoff zunächst jedoch nur in Bereichen wie dem Luftverkehr zum Einsatz, in denen es keine anderen klimafreundlichen Alternativen gibt. Eine Förderung des direkten Einsatzes von Strom in Elektroautos ist durch die THG-Quote ebenfalls möglich. Damit soll die Mineralölwirtschaft indirekt an den Kosten für die Ladeinfrastruktur beteiligt werden.


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Pressemitteilung des BMU

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