Corona beeinflusst Unfallstatistik

Corona beeinflusst Unfallstatistik (© Halfpoint – Adobe Stock)
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Die vorläufige Unfallstatistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigt, dass es seit Beginn der Pandemie zu weniger Arbeitsunfällen kam.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind viele Menschen in Kurzarbeit oder arbeiten aus dem Homeoffice. Das beeinflusst auch die Zahl der Arbeits- und Wegeunfälle. Bisher gab es in diesem Jahr 15 Prozent weniger meldepflichtige Arbeits- und 20 Prozent weniger Wegeunfälle als im Vorjahreszeitraum. Einen deutlichen Rückgang konnte auch die Schüler-Unfallversicherung beobachten. Aufgrund der Schließung von Einrichtungen gab es nur rund halb so viele Schul- und Schulwegunfälle.


Zahl der tödlichen Unfälle sinkt

Im ersten Halbjahr 2020 endeten 106 Unfälle auf dem Arbeitsweg tödlich. Das entspricht einem Rückgang von einem Fünftel. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle ist sogar um rund 32 Prozent gesunken. Die DGUV macht jedoch darauf aufmerksam, dass dieser Rückgang nicht nur auf die Pandemie zurückzuführen ist. Durch den Abschluss vieler Strafprozesse aus den Jahren 2000 bis 2005 sei die Zahl im letzten Jahr besonders hoch gewesen.


Mehr Verdachtsanzeigen bei Berufskrankheiten

Einen Anstieg um 24 Prozent gab es dagegen bei Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit. Unter bestimmten Umständen können Mitarbeitende in medizinischen Einrichtungen oder Laboratorien Covid-19 als Berufskrankheit anerkennen lassen. Bei Erkrankungen, die nicht im Zusammenhang mit Corona stehen, gab es hingegen einen leichten Rückgang.

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Pressemitteilung der DGUV

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