Corona: Infektionsrisiko im Lebensmitteleinzelhandel

Corona: Infektionsrisiko im Lebensmitteleinzelhandel (© littlewolf1989 – stock.adobe.com)
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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat das Covid-19-Infektionsrisiko für Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel ermittelt.

In viele Branchen ist die Arbeit aktuell durch erneute Infektionsschutzmaßnahmen wieder eingeschränkt. Eine Ausnahme bildet der Einzelhandel für Lebensmittel und Drogeriewaren. In Deutschland arbeiten rund 780.000 Menschen in dieser Branche. In einer neuen Publikation hat die BAuA nun ermittelt, ob diese Menschen dadurch auch einem höherem Infektionsrisiko ausgesetzt sind.


Beschäftigte im Einzelhandel nicht zwingend stärker gefährdet

Neben der Anzahl infizierter Kunden (m/w/d) seien dabei vor allem auch Anzahl und Dauer von Kundenkontakten entscheidend für das Infektionsrisiko, so die Fachleute der Bundesanstalt. Im Schnitt hätten Beschäftigte täglich mit 84 Kunden (m/w/d) für jeweils 2 Minuten Kontakt. Bei Soft-Discountern läge die Zahl sogar bei 131 Kundenkontakten. Zu Hochrisikokontakten, die mindestens 15 Minuten dauern, käme es dabei jedoch nicht zwangsläufig.


Schutzmaßnahmen weiterhin wichtig

Trotzdem könne ein höheres Infektionsrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden, denn auch räumliche Nähe, beispielsweise an der Kasse, stelle eine Gefahr dar. Die bereits geltenden Schutzmaßnahmen müsse man daher unbedingt beibehalten. Dazu gehören Abstandsregelungen, Mund-Nase-Bedeckungen oder Schutzschilde im Kassenbereich, die das Infektionsrisiko senken können.


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Pressemitteilung der BAuA

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