EUcareNET: Netzwerk zur Migration von Pflegefachkräften

Pflegepersonal, © seanlockephotography - Fotolia
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Um die transnationale Mobilität von Pflegekräften zu verbessern, sind 16 Organisationen aus ganz Europa eine strategische Projektpartnerschaft eingegangen.

Der Fachkräftemangel im Gesundheitssektor nimmt stetig zu. So braucht es insbesondere aufgrund des demografischen Wandels immer mehr Pflegepersonal. Doch viele Stellen lassen sich nicht besetzen und bleiben offen. Eine mögliche Lösung wäre, vermehrt Personal aus dem europäischen Ausland zu rekrutieren, wo es zum Teil sogar einen Überschuss an gut qualifizierten Pflegerinnen und Pflegern gibt. Probleme bereitet jedoch häufig die Anerkennung der im Heimatland erworbenen beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten. Aus diesem Grund setzt sich der von der DEKRA Akademie koordinierte Verbund „EUcareNET“ für vereinfachte und beschleunigte Verfahren ein, um so die Möglichkeiten zur Migration geeigneter Kandidaten zu erleichtern.

Als Ausgangspunkt für das Netzwerk dient das zwischenzeitlich abgeschlossene Projekt „HealthCareEurope“ (HCEU). Die Beteiligten haben im Zuge der dreijährigen Laufzeit unter Leitung der DEKRA Akademie verschiedene Werkzeuge und Methoden entwickelt, mit denen sich berufliche Qualifikationen im Bereich der professionellen Pflege schneller und einfacher auswerten und vergleichen lassen. Die Ergebnisse haben Vertreter der fünf beteiligten Länder Ende Juni bei einer Abschlusskonferenz in Dresden einem internationalen Publikum – bestehend aus Repräsentanten von Unternehmen, Bildungsträgern und Behörden – vorgestellt. Dazu gehört insbesondere eine eigens entwickelte 3D-Matrix in Form eines Kubus, die die Lücken zwischen einzelnen Länderprofilen in Bezug auf die beruflichen Fähigkeiten aufzeigt.

Im deutschsprachigen Raum gehören beispielsweise die Technische Universität Dresden, das Hanse Institut Oldenburg oder 3s research laboratory aus Österreich zu den Partnern von EUcareNET. Hinzu kommen das Technological Educational Institute of Athens (TEI) aus Griechenland, das Südosteuropäische Forschungszentrum (SEERC) oder auch die Comune di Ortuna aus Italien. Weitere Beteiligte aus Polen sind unter anderem die Jagiellonen-Universität (JU), INTERPERSONNEL Polska Sp.z.o.o., der Polnische Krankenpflegeverband (PNA), die Staatliche Höhere Berufsschule in Tarnow (SHVS) und die Universität Lodz (UOL). Darüber hinaus sind Organisationen aus ganz Europa eingeladen, sich ebenfalls dem Netzwerk anzuschließen.

HCEU – EUcareNET

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