Studie: Stress am Arbeitsplatz kann krank machen

Stress am Arbeitsplatz (© Syda Productions - fotolia.com )
© Syda Productions - fotolia.com

Das ist eines der zentralen Ergebnisse des BAuA-Forschungssprojektes „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hatte mehrere Jahre mögliche Ursachen von psychologischen Problemen durch Arbeit untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen jetzt vor und sind breit gefächert: Arbeitnehmer müssen ihre Aufgabe beispielsweise als sinnvoll empfinden, um nicht langfristig negative Folgen davonzutragen. Auch Störungen und Unterbrechungen bei der Arbeit können die psychische Gesundheit beeinflussen, ebenso wie das Gefühl, Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Der Ausgleich zwischen Privatleben und Beruf ist der Bundesanstalt zufolge ebenso wichtig wie ein gesunder Umgang mit sogenannter „Emotionsarbeit" - der aufgesetzten Freundlichkeit im Job. Ein entscheidender Faktor sei neben der „Arbeitszeit- und Leistungspolitik" des Unternehmens auch das Verhalten der Vorgesetzten. Wichtig sei etwa, dass Gerechtigkeit im Betrieb herrsche. Mitarbeiter sollten von ihrem Chef in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, Druck und „destruktive Führung" wirken sich hingegen negativ auf die Gesundheit der Beschäftigten aus.

Die Ergebnisse der Studie waren zentrales Thema der gleichnamigen Auftaktveranstaltung "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt" am 5. Mai in Berlin. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zogen die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und die Sozialpartner BDA und DGB Bilanz zum Stand und Fortschritt der Aktivitäten. „Wir brauchen einen Arbeitsschutz 4.0, der neue Risiken einbezieht und bei psychischen Erkrankungen funktioniert", resümierte Arbeitsministerin Andrea Nahles. Gleichzeitig erklärte sie die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu einem zentralen Zukunftsthema der Regierung. Dabei sollen die zentralen Handlungsträger wie Betriebe, öffentliche Verwaltungen, Sozial- und Tarifpartner sowie Unfallversicherungsträger und die Forschung gleichermaßen in den Blick genommen werden.

Dialog: „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt"


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