Neues Förderprogramm: Berufsgenossenschaft will Kippunfällen vorbeugen

Neues Förderprogramm für Gabelstapler, © DEKRA Media
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Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) fördert die Ausrüstung von Gabelstaplern mit Bügel- oder Klapptüren mit bis zu 400 Euro.

Jedes Jahr sterben mindestens drei Gabelstaplerfahrer bei Kippunfällen. Bei Unglücken dieser Art legt der Fahrzeugführer den Beckengurt nicht an und fällt beim Kippen des Staplers vom Fahrersitz unter das Fahrzeug, wo er sich oft tödliche Verletzungen zuzieht. Mithilfe von sogenannten Fahrerrückhalteeinrichtungen, also Bügel- oder Klapptüren sowie Vollkabinen, lassen sich Personenschäden vermeiden.

Das Angebot der Berufsgenossenschaft gilt für Frontsitzgabelstapler mit bis zu 2,5 t Tragfähigkeit, wobei die Fahrerrückhalteeinrichtung einer Zugprüfung mit einer horizontalen Kraft von 2.000 Newton standhalten muss. Da viele ältere Modelle nicht serienmäßig mit Bügel- oder Klapptüren ausgestattet sind, unterstützt die BGHW auch Unternehmen, die Gebrauchtstapler nachrüsten möchten. Im Falle von Miet- und Leasinggeräten übernimmt die Genossenschaft den Mehrpreis über die Vertragslaufzeit.

Die BGHW will insbesondere Unternehmen im Logistikbereich motivieren, die eigenen Fahrzeuge sicherer zu gestalten. Die Kosten für eine solche Fahrerrückhalteeinrichtung liegen bei ca. 1.000 Euro. Daher fördert die Berufsgenossenschaft die Ausstattung eines Staplers je Betriebsstätte. Mitgliedsbetriebe dürfen die Prämie bis zu zehnmal in Anspruch nehmen.

BGHW: Mehr Sicherheit bei Kippunfälle

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