Bundesregierung will Pflegeberufe aufwerten

Pflegekraft und Pflegebedürftige
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Die Bundesministerien für Arbeit, Familie und Gesundheit haben die Ergebnisse der „Konzertierten Aktion Pflege“ vorgestellt.

Nach aktuellen Schätzungen sind im Januar 2019 mindestens 38.000 Stellen in der Pflegebranche unbesetzt geblieben. Um den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken, will die Bundesregierung nun die Arbeitsbedingungen und das Berufsimage verbessern. Neben einem neuen Personalbemessungsverfahren, das Beschäftigten mehr Zeit für die Betreuung verschafft, sollen Angestellte in Zukunft auch zusätzliche Fort- und Weiterbildungsangebote wahrnehmen können.

Gleichzeitig will die Bundesregierung die Zahl der Auszubildenden und Ausbildungseinrichtungen bis 2023 um jeweils 10 Prozent erhöhen. Neben Mindestlöhnen für Pflegefach- und Hilfskräfte ist auch geplant, digitale Hilfsmittel noch mehr in den Arbeitsalltag zu integrieren. Dazu zählen zum Beispiel die elektronische Pflegeakte oder unterstützende Roboter.

Darüber hinaus sollen Pflegeeinrichtungen leichter Personal aus dem Ausland beschäftigen können. Um die bisweilen noch langwierige Anerkennung von Zeugnissen und Zertifikaten zu beschleunigen, ist eine zentrale Servicestelle für berufliche Anerkennung geplant. Zudem sollen sich Fachkräfte schon in ihrem Herkunftsland sprachlich und beruflich vorbereiten können, um in Deutschland direkt ins Berufsleben zu starten.

Die rechtlichen Grundlagen für die Änderungen will die Bundesregierung noch vor der Sommerpause beschließen. Zu der im Juli 2018 gegründeten Initiative gehören neben den Ministerien auch die Länder, Pflegeverbände, Kirchen, Pflege- und Krankenkassen, Betroffenenverbänden, Berufsgenossenschaften, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Sozialpartner.

Bundesgesundheitsministerium: Ergebnisse der konzertierten Aktion Pflege

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