Umgang mit psychischer Belastung am Arbeitsplatz

Umgang mit psychischer Belastung am Arbeitsplatz (baranq – Adobe Stock )
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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat untersucht, welche Rolle psychosoziale Faktoren bei betrieblichen Gefährdungsbeurteilungen spielen.

Arbeitgeber sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter vor gesundheitlichen Schäden zu schützen. Das beinhaltet auch die psychische Belastung der Mitarbeiter aufgrund von zu hohem Leistungsdruck oder sozialen Problemen. Wie häufig psychische Belastungen Teil der Gefährdungsbeurteilung in Betrieben sind, hat nun die BAuA untersucht. Für das Forschungsprojekt wurden Akteure aus 41 Unternehmen sowie 17 Aufsichtspersonen und Fachberater für Arbeitsschutz und Unfallsicherheit interviewt.

Demnach gab es in den meisten der 15 beteiligten kleinen und mittleren Unternehmen gar keine Gefährdungsbeurteilung. In den restlichen Unternehmen seien psychosoziale Risiken kein Teil der Gefährdungsbeurteilung gewesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Beurteilung durchgeführt wird, steige mit zunehmender Betriebsgröße sowie wenn eine Fachkraft für Arbeitssicherheit vorhanden oder ein Betriebsarzt bestellt ist.

Entsprechende Bewertungs- und Präventivmaßnahmen finden jedoch nicht nur im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung statt. Unabhängig von der Unternehmensgröße seien relevante Problematiken in vielen Fällen Teil regelmäßiger Teambesprechungen und Supervisionen. Um Gefährdungen zu vermeiden, sei es wichtig, dass Beschäftigte, Führungskräfte und Experten sich systematisch über diese austauschen.

Pressemeldung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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