Umweltbewusstseinsstudie 2018

Nachhaltigkeit
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Immer mehr Menschen in Deutschland wollen, dass dem Umwelt- und Klimaschutz eine größere Bedeutung zukommt.

Das ist Ergebnis der vor kurzem veröffentlichten Umweltbewusstseinsstudie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). So sehen rund 64 Prozent der Befragten den Schutz von Flora und Fauna als gesellschaftliche Herausforderung – 11 Prozent mehr als noch im Jahr 2016. Dabei bewerten über 90 Prozent den generellen Zustand der Umwelt als schlecht. Auch den Naturzustand am eigenen Wohnort schätzen nur noch 71 Prozent als gut oder sehr gut ein, was einem Minus von 8 Prozent entspricht.

Darüber hinaus wollen sieben von zehn Befragten, dass Umwelt- und Klimaschutz auch in der Energie- und Landschaftspolitik eine übergeordnete Rolle einnehmen soll. Rund die Hälfte verlangt zudem, dass er in der Bau- und Verkehrspolitik ein höheres Gewicht haben soll. Gleichzeitig sind fast neun von zehn Umfrageteilnehmern damit unzufrieden, was Bundesregierung und Industrie zur Sicherung der hiesigen Tier- und Pflanzenwelt beitragen. Zum Vergleich: die Arbeit der Umweltverbände bemängelt nur knapp jeder Dritte.

Beim Thema Energiewende sind rund 80 Prozent der Umfrageteilnehmer der Meinung, dass erneuerbare Energien wie zum Beispiel Wind, Wasser und Sonne die fossilen Brennstoffe Braunkohle, Kohle und Erdgas ablösen sollen. Gleichzeitig sprechen sich 70 Prozent dafür aus, dass Strom, Gas und Wasser auch weiterhin bezahlbar bleiben sollen.

Darüber hinaus hat das BMU auch nach den am häufigsten verwendeten Verkehrsmitteln gefragt: das Auto nutzen sieben von zehn Umfrageteilnehmern täglich oder mehrfach wöchentlich, während rund ein Drittel regelmäßig auf das eigene Fahrrad steigt. Die Wahl des Verkehrsmittels hängt dabei vom Wohnort ab. So fährt rund die Hälfte aller Großstädter täglich oder mehrmals in der Woche mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. In kleinen Gemeinden mit weniger als 5.000 Menschen greift hingegen nur jeder Zehnte auf Bus oder Bahn zurück.

Für die repräsentative Studie zum Thema Umweltbewusstsein und Umweltverhalten der Deutschen hat das Bundesministerium in der zweiten Jahreshälfte 2018 rund 4000 Personen befragt.

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