Neues Gesetz fördert Zuzug von Fachkräften

Krankenschwester
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Die Bundesregierung hat den im November 2018 vorgelegten Entwurf des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes beschlossen.

In Deutschland gibt es rund 1,2 Millionen offene Stellen. Wollen Unternehmen jedoch qualifizierte Mitarbeiter aus der EU oder Drittstaaten anwerben, müssen sie dafür erst einen langwierigen Prozess durchlaufen. Nicht nur benötigen sie eine Aufenthaltsgenehmigung inklusive Arbeitserlaubnis, sondern auch die Anerkennung ausländischer Abschlüsse gestaltet sich oft schwierig. Das Bundeskabinett hat daher am 20. Dezember 2018 ein Gesetz verabschiedet, das die Einwanderung von Arbeitskräften erleichtert.

Um in Deutschland arbeiten zu können, sind zwei Faktoren wichtig: Dem Interessenten muss ein Arbeitsplatzangebot vorliegen und seine Qualifikation muss in der Bundesrepublik anerkannt sein. Dafür will die Regierung das Verfahren zur Anerkennung vorhandener Abschlüsse beschleunigen.

Das Gesetz richtet sich nicht nur an Personen mit Hochschulabschluss, sondern vor allem an Menschen mit anerkannter Berufsausbildung. Hierzu zählen beispielsweise Pflegekräfte oder Berufskraftfahrer. Gleichzeitig entfällt die bisherige Begrenzung auf Engpassberufe.

Die Regelungen sollen zum Jahresbeginn 2020 in Kraft treten und sind zunächst bis zum 29. Juni 2022 befristet. Die Bundesregierung will mit dem Gesetz pro Jahr bis zu 600.000 Erwerbstätige für den deutschen Arbeitsmarkt hinzugewinnen.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Fachkräfteeinwanderungsgesetz

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