Zahl der MPU-Begutachtungen ist gesunken

Kalender mit MPU-Eintrag, © Wolfilser - Fotolia
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2017 haben sich insgesamt 88.035 Fahrer im Rahmen einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) begutachten lassen – 3,5 Prozent weniger als noch 2016.

Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Die Straßenverkehrsbehörde entscheidet auf Basis des MPU-Gutachtens, das eine psychologische und medizinische Untersuchung voraussetzt, ob sie eine Fahrerlaubnis erteilt, zurückgibt oder verweigert. Im letzten Jahr hat sie knapp 58 Prozent aller begutachteten Personen als „geeignet“ und rund 36 Prozent als „ungeeignet“ befunden.

Der häufigste Grund für eine medizinisch-psychologische Untersuchung ist auch 2017 wieder Alkohol am Steuer gewesen. Dabei ist die Zahl der wiederholten Alkoholauffälligkeiten gegenüber 2016 um zehn Prozent auf fünf Prozent gesunken. Und auch die erstmaligen Alkoholdelikte sind um sieben Prozent zurückgegangen. Die alkoholbedingten Fragestellungen insgesamt haben sich um mehr als acht Prozent auf 39.170 reduziert. Der Anteil der Vorfälle mit Betäubungsmitteln hat sich hingegen abermals um vier Prozent auf 23.205 erhöht.

Oft können die Betroffenen eine erneute Erteilung der Fahrerlaubnis beantragen. Erhalten sie die Einstufung „nachschulungsfähig“, was je nach Altersgruppe möglich ist, kann die Straßenverkehrsbehörde die Fahrerlaubnis nach der Teilnahme an entsprechenden Kursen wieder erteilen. Im vergangenen Jahr haben ca. sechs Prozent der Fälle dieser Kategorie angehört.

BASt: Begutachtung der Fahreignung 2017 (PDF, 184 KB)

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