Neues Bewertungssystem für Pflegeheime gestartet

Neues Bewertungssystem für Pflegeheime gestartet (© Monkey Business – Adobe Stock)
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Um die Qualität der Patientenversorgung zu gewährleisten, werden Pflegeheime ab heute nach einem neuen, bewohnerbezogenen Qualitätssystem bewertet.

Das neue Prüfverfahren ersetzt die bisher vergebenen Pflegenoten und soll Pflegeheime transparenter beurteilen. Die Qualitätsmessung des neuen Systems basiert auf drei Säulen, die die Versorgung der Pflegebedürftigen in den rund 13.000 Pflegeheimen in Deutschland fokussieren. Die erste Säule bilden die Ergebnisse von Qualitätsprüfungen, wie zum Beispiel die Unterstützung Pflegebedürftiger bei der Ernährung und Körperpflege. Sogenannte Qualitätsindikatoren, also etwa Maßnahmen zur Mobilitätserhaltung und Verhinderung von Druckstellen, stellen die zweite Säule dar. Die dritte Säule beschreibt die Einrichtungsinformationen, zu denen die Erreichbarkeit der Pflegeeinrichtung sowie deren Personalausstattung zählen.

Die Umsetzung des Systems erfolgt schrittweise. Alle Pflegeheime sollen intern halbjährlich Qualitätsdaten erheben und an eine Datenauswertungsstelle senden. Dort wird der Bericht geprüft und an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) beziehungsweise den Prüfdienst der Privaten Krankenversicherung (PKV) übermittelt, der jede Einrichtung einmal pro Jahr besucht und bewertet. Bis zum 31. Dezember 2020 sollen alle stationären Pflegeeinrichtungen einmal durch externe Institutionen geprüft worden sein. Erste Ergebnisse werden bereits ab dem Frühjahr 2020 erwartet und können dann über die Portale der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen eingesehen werden.

Der Qualitätsausschuss Pflege hatte 2017 den Auftrag zur Entwicklung eines neuen Messverfahrens vergeben. Erarbeitet wurde das System vom Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld und dem Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (aQua).

Pressemitteilung des Qualitätsausschuss Pflege (PDF, 124 KB)

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