Erhebung zur betrieblichen Ausbildung von Geflüchteten

Ausbilder mit Azubi mit Fluchthintergrund, © Monkey Business - Fotolia
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Laut einer Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) bewerten Betriebe die vorhandenen Unterstützungsangebote für die Ausbildung Geflüchteter positiv.

Ein bedeutsamer Schritt bei der Integration von Geflüchteten ist die Teilhabe am Arbeitsmarkt. Ein Weg, dieses Ziel zu erreichen, ist eine betriebliche Ausbildung. Ergänzend zu dieser gibt es für Menschen mit Fluchthintergrund spezielle Fortbildungen und Maßnahmen. Dazu zählen beispielsweise eine Einstiegsqualifizierung oder auch eine Berufseinstiegsbegleitung. Wie Unternehmen diese Hilfsangebote im Einzelnen bewerten, zeigen nun die Ergebnisse des „Qualifizierungspanels 2017“, das auf einer Erhebung des BIBB basiert. Hierbei haben die Bildungsexperten Firmen mit und ohne Erfahrung in diesem Bereich befragt.

Demnach haben im Zeitraum 2016/2017 um die 12.000 Ausbildungsbetriebe (2,7 Prozent) Azubis mit Fluchthintergrund beschäftigt. Die Spitzenposition mit 8,9 Prozent übernehmen dabei Firmen im Bereich „Persönliche Dienstleistungen“, zu denen unter anderem Verkehrsdienste, Wäschereien oder auch Gastronomiebetriebe gehören. Dahinter folgen der Öffentlichen Dienst und die Erziehungsberufen mit zusammen vier Prozent. Allen ausbildenden Betrieben gemein ist dabei die Erfahrung, dass bei einem solchen Ausbildungsverhältnis externe Unterstützung notwendig ist.

So geben 95 Prozent der Befragten an, dass berufsvorbereitende Maßnahmen sinnvoll sind. Genauso viele Arbeitgeber wünschen sich eine juristische Beratung. 85,6 Prozent hätten zudem gerne Hilfe bei der Auswahl geeigneter Kandidaten. Ein externes Ausbildungsmanagement, sogenannte Ausbildungsbegleitende Hilfen und das Modell der Assistierten Ausbildung bewerten die meisten der befragten Unternehmer positiv.

Gerhards, Christian: Fast alle Betriebe sehen bei der Ausbildung Geflüchteter Unterstützungsbedarf, BWP-Artikel (PDF, 1.3 MB)

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