Alles Wichtige zum Thema Kurzarbeit

Alles Wichtige zum Thema Kurzarbeit (Stockfotos-MG – Adobe Stock)
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Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fasst die wichtigsten Informationen zur Kurzarbeit und den damit verbundenen Weiterbildungsmöglichkeiten zusammen.

Die aktuelle Corona-Welle und die damit verbundenen Einschränkungen lassen in vielen Firmen das Auftragsvolumen schrumpfen. Um die Unternehmen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, wurde am 13.03.2020 das „Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelung für Kurzarbeit“ erlassen. Kurzarbeit kann jetzt schon beantragt werden, wenn nur zehn Prozent der Mitarbeiter von Arbeitsausfällen betroffen sind. Auch ihr Arbeitszeitkonto muss vorher nicht mehr im Minus sein. Außerdem haben Leiharbeitsfirmen ebenfalls die Möglichkeit, Kurzarbeit zu beantragen und die Bundesagentur erstattet Sozialversicherungsbeiträge komplett. Das Gesetz ist bis zum 31.12.2020 gültig.

Kurzarbeit bedeutet, dass die Regelarbeitszeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gekürzt wird. Dadurch sollen Kündigungen vermieden werden. Die Höchstlaufzeit beträgt 12 Monate, kann aber auf bis zu 24 Monate verlängert werden. Der daraus entstehende Entgeltausfall wird von der Bundesagentur für Arbeit zum Teil durch Kurzarbeitergeld ausgeglichen. Es beträgt 60 Prozent des pauschalisierten Nettoentgelts bei Arbeitnehmern ohne Kinder und 67 Prozent bei Arbeitnehmern mit Kindern. Die Leistungen werden rückwirkend ab dem ersten Tag des Monats bezahlt, in dem das Kurzarbeitergeld beantragt wurde. Am Ende der Laufzeit wird der gezahlte Betrag überprüft und kann im Nachhinein korrigiert werden.

Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben, mit welchem zeitlichen Abstand ein Betrieb Kurzarbeit bei seinen Mitarbeitern ankündigen muss. Die Frist kann aber in einem Tarifvertrag vorgegeben sein. Hält sich der Betrieb nicht daran, muss er die vollen Kosten tragen.

Die Kurzarbeitszeit kann für Weiterbildungen genutzt werden, um Mitarbeiter und Unternehmen für die Zeit nach der Krise besser aufzustellen. Die dafür anfallenden Kosten können bezuschusst oder komplett übernommen werden. Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen sich gemeinsam für die Art, die Dauer und den Inhalt der Fortbildung entscheiden und können dann Fördermittel bei der Bundesagentur für Arbeit betragen.

Veröffentlichung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales „Fragen und Antworten zu Kurzarbeit und Qualifizierung“

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