Digitalisierung in Deutschland nimmt zu

Älteres Pärchen mit Tablet,  © Photographee.eu - Fotolia
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Der D21-Digital-Index 2017/2018 zeigt, dass der Digitalisierungsgrad der deutschen Gesellschaft einen neuen Höchstwert erreicht hat.

So ist der Index seit dem letzten Jahr von 51 auf 53 von 100 möglichen Punkten gestiegen. Ein solches Plus hat die Initiative D21, die die Daten in regelmäßigen Abständen anhand einer Umfrage erhebt, zuletzt 2013 festgestellt. Als Basis für die Bewertung dienen die Faktoren Zugang, Nutzung, Kompetenz und Offenheit. Als Grund für den positiven Trend geben die Forscher an, dass sich insbesondere die letzten beiden Kategorien im Durchschnitt in den letzten Monaten verbessert haben. Gleichzeitig geben aber immer noch 32 Prozent der Befragten an, dass sie sich von der Dynamik und Komplexität der digitalen Welt überfordert fühlen. Damit das nicht zur Folge hat, dass Teile der Bevölkerung vom weiteren technischen Fortschritt ausgeschlossen sind, fordert die Initiative daher, digitale Inhalte noch stärker in den Schulunterricht sowie in die Berufs- und Erwachsenenbildung zu integrieren, um den Kontakt mit diesen zu fördern.

Wie wichtig diese Forderung ist, spiegelt sich auch in den drei Gruppen wieder, in die der Digital-Index die Umfrageteilnehmer unterteilt: 34 Prozent sind als Vorreiter eingestuft. Damit sind Menschen gemeint, die souverän die neusten technischen Geräte und Apps beherrschen sowie mit den aktuellsten Entwicklungen im Technologiesektor vertraut sind. 41 Prozent zählen zu den Mithaltenden: Sie bewegen sich sicher im Internet und können mit weit verbreiteter Technik und Anwendungen mit hohem Bekanntheitsgrad umgehen, sind aber nicht auf dem neusten Stand. Damit verbleiben 25 Prozent, die als abseits stehend gelten, da sie in ihrem Alltag gar nicht oder nur in sehr geringem Umfang mit digitalen Inhalten und moderner Hard-Ware in Berührung kommen.

Die nun veröffentlichen Ergebnisse zeigen auch, dass das Alter beim Umgang mit moderner Technik eine ausschlaggebende Rolle spielt: Je jünger eine Person ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie zu den Vorreitern oder zumindest zu den Mithaltenden zählt. Ein Großteil der Abseitsstehenden sind hingegen Befragte, die zum Zeitpunkt der Erhebung älter als 65 Jahre gewesen sind. Aber auch der Bildungsgrad und das Geschlecht wirken sich aus. Je höher der erreichte formale Abschluss ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass derjenige bei der Arbeit mit aktueller Informationstechnologie zu tun hat und über die dafür notwendige Technikaffinität verfügt. Auch scheinen sich insgesamt mehr Berufstätige als nicht Erwerbstätige und mehr Männer als Frauen für die neusten Innovationen in diesem Bereich zu interessieren.

D21-Digital-Index 2017/2018: Der D21-Digital-Index ist das jährliche Lagebild zur Digitalen Gesellschaft (PDF, 3,2 MB)

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