Bundesregierung beschließt erste Start-Up-Strategie

Bundesregierung beschließt erste Start-Up-Strategie
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Das Bundeskabinett hat die erste umfassende Start-Up-Strategie einer Bundesregierung beschlossen, um Gründungsprozesse künftig zu vereinfachen.

Seit dieser Woche kann eine GmbH oder eine UG in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen online gegründet werden. Möglich macht dies das Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG), das am 1. August in Kraft getreten ist. Es befreit Gründerinnen und Gründer von der Pflicht, persönlich beim Notar zu erscheinen. Der digitalisierte Gründungsprozess ist nur eine Maßnahme, mit der die Bundesregierung die deutsche Start-Up-Kultur innerhalb dieser Legislaturperiode stärken möchte.


Gründerinnen unterstützen und Diversität fördern

Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund sind im Start-Up-Ökosystem weiterhin deutlich unterrepräsentiert. 2021 lag der Anteil der Start-Up-Gründerinnen bei 17,7 Prozent. Bei Personen mit Migrationshintergrund war der Anteil mit 21,5 Prozent nur minimal größer. Gründerinnen sollen mehr Perspektiven geboten werden, etwa durch Maßnahmen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Dazu zählt beispielsweise der Ausbau der Kindertagesbetreuung sowie die Modernisierung des Elterngeldanspruchs für Selbstständige. Personen mit Migrationshintergrund mangele es hingegen häufig an Netzwerken. Für sie soll daher ein Forum geschaffen werden, das eine bessere Vernetzung mit anderen Start-ups, Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen ermöglicht.


Möglichkeiten zur Finanzierung und Mitarbeiterbeteiligung

Neben erweiterten Investitionsmitteln möchte die Bundesregierung auch die Mitarbeiterkapitalbeteiligung attraktiver gestalten. Mitarbeitende sollen mehr Möglichkeiten erhalten, vertraglich vom Erfolg eines Start-Ups zu profitieren. Die gesamte Strategie und ihre zehn Handlungsfelder können Interessierte auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) einsehen.


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Pressemitteilung BMWK

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