Arbeitssicherheit in der Industrie und am Arbeitsplatz

Um Arbeitsunfälle zu vermeiden, müssen Unternehmen geeignete Maßnahmen und Vorkehrungen treffen. Das schreibt das Arbeitsschutzgesetz vor. Doch wie sieht das in der Realität aus? Wir geben Ihnen wichtige Tipps für die Arbeitssicherheit in der Industrie und am Arbeitsplatz.


Was gehört alles zur Arbeitssicherheit?

Die Begrifflichkeiten Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit werden häufig synonym verwendet. Dabei ist der Arbeitsschutz in Deutschland klar gesetzlich geregelt und beschreibt konkrete Aufgaben und Maßnahmen, die getroffen werden, um Arbeitsunfälle zu vermeiden.

Durch die Prävention von Arbeitsunfällen wird das Ziel, die Arbeitssicherheit, verfolgt. Arbeitssicherheit beschreibt folglich einen gefahrenfreien Zustand während der Berufsausführung. Die getroffenen Maßnahmen des Arbeitsschutzes sollen Personenschäden wie Verletzungen, Berufskrankheiten oder die Gesundheit schädigende Einflüsse verhindern.


Warum ist Sicherheit am Arbeitsplatz wichtig?

Das Arbeitsschutzgesetz betrachtet die Arbeitssicherheit in der Industrie und am Arbeitsplatz als grundlegend, um die arbeitende Person, ihre Gesundheit und ihr Leben zu schützen. Für das Unternehmen ist die Sicherheit am Arbeitsplatz unabdingbar für einen störungsfreien Betriebsablauf. Denn Arbeitsunfälle können weitere Krankheitsfälle aufgrund von hoher Arbeitsbelastung nach sich ziehen. Im schlimmsten Fall können Menschen zu Tode kommen oder langwierige Krankheitsverläufe die Lebensqualität gravierend einschränken. Für das Unternehmen drohen Qualitätsminderung, Lieferengpässe oder Produktionsausfälle.

Neben den Produktionsaspekten zahlt eine gute Arbeitssicherheit am Industrieplatz auch auf die Fachkräfte- und Mitarbeiterbindung (m/w/d) ein. Denn im Rahmen der Arbeitssicherheit können Beschäftigte wichtige zusätzliche Aufgaben und Tätigkeiten übernehmen. So können Positionen wie die der Sicherheitsbeauftragten oder der Fachkräfte für Arbeitssicherheit zur persönlichen Entwicklung des Einzelnen beitragen.


5 Tipps, wie die Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz noch besser funktioniert

So funktioniert die Arbeitssicherheit in der Industrie und am Arbeitsplatz:

  • 1. Kontinuierliche Schulungen und Unterweisungen am Arbeitsplatz:
    Neue und langjährige Mitarbeiter (m/w/d) müssen mindestens einmal im Jahr über mögliche Gefahren unterwiesen werden. Zusätzlich sollten Schulungen bei Inbetriebnahme oder Wartung bei einer Maschine oder bei Nachrüstung einer Anlage durchgeführt werden.
  • 2. Schnelle Meldung an die Verantwortlichen (m/w/d) im Arbeits- Umwelt- und Gesundheitsschutz sollten auch bei kleineren, sicherheitsrelevanten Zwischenfällen immer erfolgen. Nur so können die Vorfälle genau und fehlerfrei dokumentiert und ggf. in Zusammenhang mit anderen Vorfällen wie z.B. technischen Störungen gebracht werden.
  • 3. Gefährdungsbeurteilungen decken auf, welche Gefahren mit bestimmten Tätigkeiten im Unternehmen verbunden sind. Diese sollten regelmäßig durchgeführt und deren Ergebnisse an die Belegschaft kommuniziert werden.
  • 4. Prävention ist das A und O der Arbeitssicherheit.
    Hierfür müssen Sicherheitsmaßnahmen entwickelt und verbreitet werden. Dazu zählen technische Schutzmaßnahmen zur physischen Prävention, organisatorische Maßnahmen für sichere Arbeitsabläufe und personenbezogene Vorkehrungen wie das Tragen von Schutzkleidung.
  • 5. Die engmaschige Vernetzung der Mitarbeiter (m/w/d) sorgt dafür, dass jede im Betrieb tätige Person zu jederzeit weiß, an wen sie sich im Falle eines Zwischenfalls wenden kann. Dafür sollte ein geeignetes Team aus Sicherheitsexperten (m/w/d) zusammengestellt werden. Dieses Team hat neben der Prävention auch die Aufgabe, das Bewusstsein für Arbeitssicherheit im Unternehmen zu etablieren und stetig zu vertiefen. Um eine langfristige Entwicklung innerhalb eines Unternehmens zu messen, bietet sich zum Beispiel die Methode Safety Culture Ladder an.


Welche Unterweisungen sind gesetzlich vorgeschrieben?

Um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu steigern, schreibt der Gesetzgeber jährliche Unterweisungen vor. Je nach Unternehmen und Tätigkeit unterscheiden sich hierbei die gesetzlichen Anforderungen. Einmal jährlich müssen allerdings alle Mitarbeiter (m/w/d) über auftretende Gefahren und über die Möglichkeit der Unfallverhütung unterrichtet werden. Dies kann das Unternehmen entweder selbst vornehmen oder an externe Experten (m/w/d) delegieren.

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