Betreuungsassistent werden

Betreuungskräfte, Betreuungsassistenten oder Alltagsbegleiter

Gemäß der Betreuungskräfte-Richtlinie § 53b SGB XI (vormals § 87b SGB XI und § 53c SGB XI) wurde in allen voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen der Weg für zusätzliche Betreuungskräfte geebnet. Häufig auch als Alltagsbegleiter (m/w/d) oder Betreuungsassistenten betitelt, begleiten diese Betreuungskräfte pflegebedürftige Personen. Davon zu unterscheiden sind Pflegehelfer (m/w/d).

Hinweis: Der GKV-Spitzenverband der Krankenkassen hat aufgrund des MDK-Reformgesetzes den Gesetzesbezug (vormals § 53c SGB XI) der Betreuungskräfte-Richtlinie inhaltsgleich an den jetzt gültigen § 53b SGB XI angepasst.

Seminare für Privat- und Firmenkunden - Termine

Betreuungsassistent – Ausbildung

Um als Betreuungskraft tätig sein zu können, ist eine Berufsausbildung notwendig. Die Betreuungsassistenten-Ausbildung behandelt die Teilbereiche Aktivierung, Betreuung und Kommunikation. Unterschieden werden dabei:

  • Zusätzliche Betreuungskraft § 53 b SGB XI (1 Monat Theorie)
  • Betreuungskraft nach § 53 b SGB XI (DEKRA) (2 Monate Theorie)
  • Betreuungsassistent nach § 53 b SGB XI (DEKRA) (m/w/d) (3 Monate Theorie)

Hier finden Sie alle weiterführenden Informationen zum Berufsbild und zur Qualifikation eines Betreuungsassistenten (m/w/d). Eine Übersicht über die Seminare der DEKRA Akademie finden Sie hier:

Was ist eine Betreuungskraft?

Neben professioneller Pflege ist es Pflegeheimen und Seniorenresidenzen immer wichtiger auch eine wertschätzende Begleitung zu ermöglichen. Mit einer Ausbildung, die sich nach der “Betreuungskräfte-Richtlinie nach § 53b SGB XI“ orientiert, können Sie diese Begleitung übernehmen. Gerade bei der Arbeit mit Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, psychischen Erkrankungen, geistigen oder körperlichen Behinderungen sind Betreuungskräfte und Betreuungsassistenten (m/w/d) immer stärker gefragt.


Was bedeutet § 53b SGB XI?

Der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) definiert auf der Basis des § 53b SGB XI (vormals § 87b SGB XI und § 53c SGB XI) die Richtlinie zum Einsatz „zusätzlicher Betreuungskräfte“. In dieser „Betreuungskräfte-Richtlinie (Betreuungskräfte-RL)“ werden die Qualifikationsanforderungen und die Aufgaben der zusätzlichen Betreuungskräfte verbindlich beschrieben und vom Bundesministerium für Gesundheit freigegeben. Ausgebildete „zusätzliche Betreuungskräfte“ unterstützen die Pflegefachkräfte in der Wahrnehmung individuelle Aktivierungs- und Betreuungsangebote


Wie lange dauert die Ausbildung zur Betreuungskraft?

In der Betreuungskräfte-Richtlinie ist eine Mindeststundenzahl von 160 Unterrichtstunden und ein zweiwöchiges Pflichtpraktikum genannt. Diesen Mindestanforderungen entspricht die Ausbildung zur zusätzlichen Betreuungskraft. Viele Pflegeeinrichtungen begrüßen es, wenn die Betreuungskräfte mehr Kenntnisse mitbringen als nur die Mindeststundenzahl.

Bei der DEKRA Akademie setzt sich daher die Qualifikation zur Betreuungskraft aus 2 Monaten Theorie und einem 4-wöchigen Betriebspraktikum zusammen. Die Betreuungsassistenten-Ausbildung ist am umfangsreichsten und dauert 3 Monate - also einen Monat länger in der Theorie.

Durch die verlängerte theoretische Ausbildungszeit werden je nach Qualifikation wichtige, praxisrelevante Themen vertieft. Alle Qualifikationen behandeln aber die folgenden Themenbereiche:

  • Kommunikation und Interaktion
  • Grundkenntnisse der Pflege und Pflegedokumentation, Erste Hilfe und Demenzerkrankungen
  • Rechtskunde
  • Hauswirtschaft und Ernährungslehre
  • Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung


Was muss eine Betreuungskraft alles machen bzw. was sind die Aufgaben eines Alltagsbetreuers (m/w/d)?

Betreuungskräfte nach § 53b SGB XI ermöglichen vor allem die zusätzliche Betreuung und Aktivierung der Bewohner (m/w/d) einer Pflegeeinrichtung. Der Fokus liegt hierbei auf der Motivation, Betreuung und Begleitung im Alltag. Sie unterstützen zum Beispiel:

  • beim Malen, Basteln oder bei leichter Gartenarbeit oder Handwerksarbeiten
  • beim Füttern und Pflegen von Haustieren
  • durch Begleitung zu kulturellen Veranstaltungen oder Spaziergängen
  • beim Kochen und Backen, Musizieren, Lesen oder durch Vorlesen
  • beim Gang zum Friedhof oder in die Kirche


Was verdient man als Betreuungskraft?

Je nach Bundesland und Träger der Einrichtung liegt der Stundenlohn einer Betreuungskraft bzw. eines Alltagsbetreuers (m/w/d) zwischen 10 und 11 Euro brutto. Dadurch ergibt sich bei 160 Arbeitsstunden ein Monats-Brutto-Lohn zwischen 1.688 und 1.768 Euro.


Downloads


Weitere interessante Themen:

Sie haben Fragen?

Rufen Sie uns an unter Tel.: +49.711.7861-0 +49.711.7861-0 oder nutzen Sie das Kontaktformular.

* Pflichtfelder