Arbeitszeiterfassung fördert Work-Life-Balance

Arbeitszeiterfassung fördert Work-Life-Balance  (© fizkes – stock.adobe.com)
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Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) berichten Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit erfassen, seltener von zeitlichen Entgrenzungen.

Überlange Arbeitszeiten sowie fehlende Pausen- und Ruhezeiten können sich negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit von Beschäftigten auswirken, wie die BAuA berichtet. Im Mai 2019 hat der Europäische Gerichtshof deshalb Arbeitgeber verpflichtet, zukünftig Zeiterfassungssysteme einzusetzen. Im Rahmen der Arbeitszeitbefragung 2019 hat die BAuA daraufhin unter anderem untersucht, wie verbreitet die Systeme nun schon sind und welche Auswirkungen die Zeiterfassung hat.


Weniger zeitliche Entgrenzungen und mehr Flexibilität

80 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Arbeitszeit im Betrieb erfassen. Im Homeoffice nutzten 66 Prozent ein Zeiterfassungssystem. Im Vergleich zu Mitarbeitenden, die dies nicht tun, berichteten sie seltener von zeitlichen Entgrenzungen durch überlange Arbeitszeiten oder fehlende Ruhezeiten. Außerdem zeigte sich auch, dass sie oft mehr Handlungsspielraum bei der zeitlichen Gestaltung ihrer Arbeit haben und besser zwischen ihrer Arbeitszeit und ihrem Privatleben trennen können.


Vorteile für Betriebe

Zudem würden auch Betriebe von einer systematischen Zeiterfassung profitieren. Wenn Beschäftigte an verschiedenen Orten arbeiten und ihre Arbeitszeit zwischendurch unterbrechen, hilft die Zeiterfassung den Überblick zu behalten. Die Arbeitszeit sei dabei eine hilfreiche Kennzahl für die Leistung der Beschäftigten. Außerdem sei die Arbeitszeit auch ein wichtiger Indikator, um Arbeitsbedingungen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu bewerten.


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Pressemitteilung der BAuA

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