Neue EU-Verordnung DVO (EU) 2021/255!

Neue EU-Verordnung DVO (EU) 2021/255

Mit der DVO (EU) 2021/255 hat die EU in vielen Bereichen Änderungen an der gegenwärtig gültigen Durchführungsverordnung vorgenommen, die zum Teil sehr kurzfristig in Kraft treten. Darunter fallen zum Beispiel:

Neuregelungen für Transporteure

Ab dem 01.07.2021 ist durch den Transporteur sicher zu stellen, dass Personal, das sicherheitskontrollierte Luftfracht und Luftpost abholt, befördert, lagert und ausliefert, mindestens eine allgemeine Schulung des Sicherheitsbewusstseins nach Ziffer 11.2.7. absolviert hat. Das Personal des Transporteurs, das auch unbeaufsichtigten Zugang zu Fracht und Post hat, muss hingegen eine Luftsicherheitsschulung nach Ziffer 11.2.3.9. absolviert haben. Für beide Schulungen können Sie bei uns die passenden WBTs absolvieren.

Die Verpflichtung zum Vorliegen einer gültigen Zuverlässigkeitsüberprüfung für in Deutschland ansässige Unternehmen dürfte davon unberührt bleiben.


Regelungen für Drittstaaten

Bei Sendungen, die aus einem Drittstaat auf dem Luftweg in das Zollgebiet der Union verbracht werden sollen, gilt ab dem 15.03.2021, dass hier ‚Vorabinformationen über Luftfracht vor dem Verladen‘ oder ‚PLACI‘ für die Vornahme einer ersten Risikoanalyse für Luftsicherheitszwecke vorliegen müssen. Hat die erste Eingangszollstelle auf der Grundlage der PLACI-Analyse berechtigten Grund zu der Annahme, dass eine Sendung, die auf dem Luftweg in das Zollgebiet der Union verbracht wird, eine ernste Bedrohung für die Zivilluftfahrt darstellen könnte, wird diese Sendung als Fracht oder Post mit hohem Risiko (HRMC) behandelt.


Kontrolltechnik

Weitere Änderungen betreffen die "EU-Stempel" sowie die Standards bei EDS-Geräten.


Zugang mit Fracht und Post zu Sicherheitsbereichen am Flughafen

Zu Beginn März 2022 gelten neue Regelungen beim Betreten der Luftseite mit Fracht und Post. Hier muss zukünftig festgestellt werden, zu welcher Kategorie die anliefernde Stelle gehört.