Neues Schweißverfahren soll Stahlbau klimafreundlicher machen

Neues Schweißverfahren soll Stahlbau klimafreundlicher machen
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Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS hat ein neues Laserschweißverfahren vorgestellt, das den Stahlbau energieeffizienter machen kann.

Der Stahlbau ist ein elementarer Teil des Bauwesens, jedoch mit Blick auf den Klimaschutz nicht ganz unkritisch. Beispielsweise seien konventionelle Schweißverfahren sehr energieintensiv, da beim Schweißprozess ein Großteil der Energie als Wärme im Bauteil verloren gehe. Gleichzeitig schädige das die eingesetzten Werkstoffe und führe zu starken Verzugserscheinungen. Dadurch sei nachträgliche Richtarbeit notwendig. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS hat nun ein neues Laserschweißverfahren vorgestellt, dass diese Probleme eindämmen soll.


Lokaler Energieeintrag durch Hochleistungslaser

Bei dem neuen Laser-Mehrlagen-Engspalt-Schweißen – kurz Laser-MES – wird ein marktüblicher Hochleistungslaser direkt in die Fuge zwischen den zu verschweißenden Blechkanten positioniert. Das erzeugt eine qualitativ hochwertige Naht bei gleichzeitig sehr lokalem Energieeintrag an der Schweißstelle. Im Vergleich zu anderen Verfahren kann der Energieeintrag um bis zu 80 Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus verringere sich die Schweißzeit um 50 bis 70 Prozent. und am betrachteten Bauteil sei anschließend keine Richtarbeit mehr nötig gewesen. Letztlich könnten so Kosten eingespart und die CO2-Bilanz deutlich verbessert werden.


Neues Verfahren spart Kosten und CO2-Emissionen

Ein weiterer Vorteil sei, dass im Anschluss an das Schweißen zum Teil keine Richtarbeiten mehr nötig sind, wie ein konkret betrachtetes Bauteil zeige. Zudem könne auch der Zusatzwerkstoffverbrauch gesenkt werden und das Nahtvolumen sei ebenfalls kleiner. Letztlich könnten so Kosten eingespart und die CO2-Bilanz deutlich verbessert werden.


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