Fachkräftemangel als Risikofaktor im Arbeitsschutz

Fachkräftemangel als Risikofaktor im Arbeitsschutz (© Halfpoint - stock.adobe.com)
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Laut den neuesten Ergebnissen des DGUV Risikoobservatoriums stellt der Fachkräftemangel ein erhebliches Risiko im Arbeitsschutz dar.

Das Risikoobservatorium des Instituts für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallsversicherung (DGUV) untersucht, wie sich die aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt auf die Arbeitssicherheit auswirken. Alle fünf Jahre führt es dazu eine sektorenspezifische Befragung durch und veröffentlicht die Ergebnisse in sogenannten Branchenbildern. In der neuesten Ausgabe dieses Berichts hat das Risikoobservatorium dabei nun den Fachkräftemangel als den größten bereichsübergreifenden Risikofaktor identifiziert.


Mehr Stress durch Personalmangel

Für die aktuelle Auswertung wurden über 800 Fachleute für Prävention aus 42 Branchen befragt. In 33 dieser Branchen würde fehlendes Personal ein absehbares Gesundheitsrisiko darstellen. Gibt es zu wenig Mitarbeitende, so erhöhe das den Druck und Stress für die vorhandene Belegschaft. Gleichzeitig müsste aber neues Personal erst qualifiziert werden, insbesondere wenn es sich um fachfremde oder ungelernte Beschäftigte handele. "Beides – Stress und mangelndes Fachwissen – lässt die Wahrscheinlichkeit für Fehler – und damit für Arbeitsunfälle – steigen", erklärt Professor Dr. Dietmar Reinert, Direktor des IFA. Passgenaue Qualifikationsangebote könnten aber Abhilfe schaffen.


Kompletter Bericht online verfügbar

Der Bericht identifiziert noch weitere relevante Themen für die Prävention, beispielsweise die demographische Entwicklung sowie die Digitalisierung. Auch klassische Themen wie Belastungen des Muskel-Skelett-Systems spielen natürlich weiterhin eine Rolle. Den vollständigen Bericht können Interessierte über die Webseite der DGUV beziehen.


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Pressemitteilung der DGUV

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