IAB: Studie zur Weiterbildung während Kurzarbeit

IAB: Studie zur Weiterbildung während Kurzarbeit (© LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com)
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Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat analysiert, inwiefern Betriebe die pandemiebedingte Kurzarbeit für Weiterbildungen genutzt haben.

Vor beinahe genau einem Jahr hat das IAB begonnen, regelmäßig über 1.500 Unternehmen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu befragen. Einen Schwerpunkt der Befragung bildete das Thema Weiterbildung. Wie das IAB nun erklärt, gaben etwa die Hälfte aller 1.759 befragten Betriebe an, seit Beginn der Pandemie Weiterbildungen für ihre Beschäftigten geplant oder gefördert zu haben. Zwar mussten 59 Prozent der Betriebe die Weiterbildungen in Präsenz aufgrund der Kontaktbeschränkungen wieder absagen. Viele Unternehmen hätten jedoch im E-Learning eine adäquate Alternative gefunden.


Wenige Weiterbildungen während Kurzarbeit

Weniger intensiv wurden laut Studie Weiterbildungsmaßnahmen während Kurzarbeit genutzt. Nur etwa 10 Prozent der Unternehmen hätten Kurzarbeit für Weiterbildungen genutzt. Dabei bietet diese Zeit auch eine Chance, die Mitarbeitenden für höhere berufliche Aufgaben zu qualifizieren. In vielen Fällen ist sogar eine Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit möglich.


Unternehmen nutzen Fördermöglichkeiten nicht

In der Umfrage gaben nur 32 Prozent der Betriebe an, die Fördermöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit zu kennen. Von diesen Betrieben haben jedoch 68 Prozent diese Förderung nicht in Anspruch genommen. Außerdem gaben die Unternehmen unter anderem einen Mangel an passenden Weiterbildungsmöglichkeiten (52 Prozent), einen zu großen Antragsaufwand (37 Prozent), eine Ablehnung der Förderung durch die Betriebe (34 Prozent) und mangelndes Interesse der Mitarbeitenden (30 Prozent) als Gründe an.


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