Weniger Arbeitsunfälle in 2020

Weniger Arbeitsunfälle in 2020  (© narong  -  stock.adobe.com)
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Wie die vorläufigen Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigen, kam es im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie zu deutlich weniger Arbeitsunfällen.

Bei den meldepflichtigen Arbeitsunfällen wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 12,8 Prozent auf 760.369 Fälle verzeichnet. Die Zahl der Wegeunfälle ist sogar um 18,2 Prozent gesunken. Diese Entwicklung sei darauf zurückzuführen, dass viele Beschäftigte im Homeoffice gearbeitet haben oder sich in Kurzarbeit befanden. „Die vorläufigen Zahlen [für das Jahr 2020] sind ein Abbild der Corona-Krise“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der DGUV Stefan Hussy.


Weniger tödliche Unfälle

Die Anzahl der Unfälle mit Todesfolge war ebenfalls rückläufig. 2020 starben 397 Menschen in Folge eines Arbeitsunfalls. Das sind rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Anzahl der Wegeunfälle mit Todesfolge sank ebenfalls um 24,3 Prozent. Nur einen geringen Rückgang von 0,5 Prozent gab es bei den neu ausgezahlten Renten. Dabei müsse allerdings berücksichtigt werden, dass zwischen dem Ereignis und der Anerkennung oft ein längerer Zeitraum liegt.


Anerkennung von Berufskrankheiten

Einen deutlichen Anstieg gab es dagegen bei den Verdachtsanzeigen auf eine Berufskrankheit. Insgesamt lag die Zahl in 2020 bei 105.759 Fällen. Sie war damit 32 Prozent höher als in 2019. 30.329 Anzeigen standen dabei im Zusammenhang mit Covid-19. Von den davon bisher entschiedenen 22.863 Fällen wurden 18.069 anerkannt.


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Pressemitteilung der DGUV

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