Personalplanung in der Pflege

Personalplanung in der Pflege (© picsfive - stock.adobe.com)
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Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband e.V. (DEKV) fordert vor Einführung der überarbeiteten Pflegepersonalregelung einen längeren Test in der Praxis.

Die Nachfrage nach Pflegekräften sei groß, doch demgegenüber stehe eine kleine Zahl an Bewerbern (m/w/d). Um den Beruf für Pflegekräfte attraktiver zu machen, brauche es laut DEKV eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte. Wichtig sei vor allem, die Planung des Personaleinsatzes am Pflegebedarf der Patienten (m/w/d) auszurichten.


Überarbeitete Pflegepersonalregelung

Laut aktuellem Koalitionsvertrag soll daher zeitnah die überarbeitete und von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), dem Deutschen Pflegerat (DPR) und Verdi weiterentwickelte Pflegepersonal-Regelung PPR 2.0 eingeführt werden. Diese verpflichtende Regelung sieht vor, dass sich die Personalplanung aus dem Pflegebedarf der Patienten (m/w/d) ableitet. Für jeden Patienten (m/w/d) wird der allgemeine und spezielle Pflegebedarf ermittelt. Daraus ließe sich dann der zeitliche Aufwand ableiten, der anschließend in der Personalplanung berücksichtigt werde. PPR 2.0 sei jedoch nur eine Interimslösung.


DEKV fordert längere Testphase

Bereits im November 2019 wurde die PPR 2.0 in 44 Krankenhäusern in Deutschland sieben Tage lang getestet. Der DEKV hält diese kurze Testphase für nicht ausreichend, da sich nicht sicher ableiten ließe, welche Herausforderungen mit der Einführung auf die Krankenhäuser zukämen. Daher fordert der DEKV vor der Einführung der Pflegepersonalregelung einen längeren Praxistest. Der DEKV und die Diakonie Deutschland kritisieren außerdem, dass bei der überarbeiteten Regelung die Qualifikation der Pflegekräfte nicht berücksichtigt werde. Dies sei aber notwendig, um die Qualität der Pflege zu gewährleisten.


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Pressemitteilung Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e.V.

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