Wiedereingliederung nach psychischen Erkrankungen

Wiedereingliederung nach psychischen Erkrankungen  (© ty – stock.adobe.com )
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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat untersucht, wie Betroffene die Rückkehr in ihren Beruf nach einer psychischen Erkrankung erleben.

Die Wiedereingliederung ins Berufsleben, auch Return to Work (RTW) genannt, sei ein komplexer und bisher nicht ausreichend erforschter Prozess. In einer qualitativen Teilstudie hat die BAuA deshalb 32 Rückkehrer zu drei verschiedenen Zeitpunkten interviewt. Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, psychische Krankheiten besser zu verstehen und den Prozess der Wiedereingliederung zu optimieren.


Berichte von Betroffenen

Wie Betroffene berichten, hätten sich ihre Krisen in erster Linie auf ihre Arbeit, biographische Umstände oder eine Kombination von beidem zurückführen lassen. Auf Ihre Wiedereingliederung hätten sich besonders Selbstwirksamkeit und prosoziales Verhalten positiv ausgewirkt. Dazu zählt beispielsweise das Bemühen um Hilfe von anderen Personen. Die soziale Unterstützung von Vorgesetzten und Kollegen (m/w/d) sei ebenfalls wichtig gewesen. Personen mit einem besonderen Bedarf hätte auch ein professionelles Coaching geholfen.


Bewertung der Wiedereingliederung

Um die Nachhaltigkeit der Wiedereingliederung zu bewerten, fand eines der drei Interviews ein Jahr nach der Rückkehr statt. Dabei ging es unter anderem um das Klima im Arbeitsteam, die Work-Life-Balance und ihre Einstellung gegenüber der Arbeit. Nach den Aussagen der Betroffenen würde eine nachhaltige Rückkehr auf einer kombinierten betrieblichen und individuellen RTW-Strategie beruhen.


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Pressemitteilung der BAuA

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