Lob und Anerkennung im Job fördern Gesundheit

Lob und Anerkennung im Job fördern Gesundheit (© bnenin - stock.adobe.com)
© bnenin - stock.adobe.com

Angestellte, die häufig Lob und Unterstützung von ihren Vorgesetzten erhalten, leiden laut einer BAuA-Analyse seltener an psychosomatischen Erkrankungen.

Das ergab nun die Analyse einer Erwerbstätigenbefragung, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 2018 durchgeführt haben. Die Analyse vergleicht die psychische Belastung von Angestellten, die viel Lob und Unterstützung von ihren Vorgesetzten erhalten mit denen, die keine Anerkennung erfahren. Unterstützte Angestellte fühlten sich zu 59 Prozent durch Termine und Leistungsdruck belastet. In der Vergleichsgruppe ohne Unterstützung waren es 73 Prozent.


Weniger psychosomatische Beschwerden

Der positive Effekt von Anerkennung und Unterstützung durch Vorgesetzte spiegelte sich auch im Wohlbefinden der Angestellten wider. So gaben 37 Prozent der Personen, die häufig Lob erhielten an, an keinerlei psychosomatischen Beschwerden wie Erschöpfung, Müdigkeit, Reizbarkeit und Schlafstörungen zu leiden. In der Kontrollgruppewaren es hingegen nur 17 Prozent.


Führungskräfte sensibilisieren

Die Analyse der BAuA zeigt eine deutliche Korrelation zwischen dem Führungsverhalten von Vorgesetzten und dem gesundheitlichen Wohlbefinden der Mitarbeitenden auf. Da es jedoch noch viele Angestellte gebe, die keine Unterstützung und Anerkennung durch ihre Vorgesetzten erhielten, bestünde hier noch Verbesserungspotenzial. Führungskräfte sollten im Hinblick auf den Effekt ihres Verhaltens stärker sensibilisiert werden und ihre Mitarbeitenden ermutigen, Probleme zu kommunizieren. Beschäftigte sollten im Gegenzug Unterstützung einfordern, wenn sie diese benötigen.


Informationen und Angebote der DEKRA Akademie

Pressemitteilung der BAuA

Sie haben weitere Fragen?

Tel.: +49.711.7861-3939 +49.711.7861-3939
Fax: +49.711.7861-2655
E-Mail: